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Kriminelle nutzen Skype für Sex-Erpressung

13.03.2014 | 05:44 Uhr |

Kriminelle locken unschuldige Opfer über Skype in die Sex-Falle. Die italienische Polizei ermittelt.

Die Polizei in der italienischen Hafenstadt Genua ermittelt derzeit gegen eine Erpresser-Bande, die sich Skype als Werkzeug ausgesucht hat. Über den IP-Telefonie-Dienst gehen die Kriminellen auf die Jagd nach ahnungslosen Opfern. Über eine bestimmte Masche bringen die Betrüger Skype-Nutzer dazu, über den Dienst ihren Partner oder ihre Partnerin zu betrügen. Anschließend werden die Betroffenen mit den aufgezeichneten Video-Gesprächen erpresst.

Eine erste Beschwerde ging bei der Polizei in Genua bereits im September 2013 ein. Seitdem haben die Behörden die neue Betrüger-Masche auf dem Schirm. Mittlerweile werden in Genua bereits elf Erpressungsfälle behandelt. Sicherheitsexperten gehen jedoch von einem weltweiten Phänomen aus, das aus Scham jedoch nur selten zur Anzeige gebracht wird.

Die Erpresser in Genua arbeiten mit vier attraktiven Frauen zusammen, die über soziale Netzwerke wie Facebook Kontakte zu Männern knüpfen. Über Skype werden die Opfer dann zu sexuellen Handlungen verführt, die dann von den Tätern aufgezeichnet werden. Anschließend drohen die Betrüger damit, das peinliche Video an die Facebook-Freunde des Opfers zu schicken, wenn nicht eine bestimmte Geldsumme gezahlt wird. Den Angaben zufolge verlangen die Erpresser im Schnitt 500 Euro.

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