2014346

Kriminelle könnten 1 Mio. US-Dollar per NFC abbuchen

06.11.2014 | 05:04 Uhr |

Eine Schwachstelle beim Bezahlen per NFC könnte nach Ansicht von Forschern das unbemerkte Abbuchen ermöglichen.

Banken statten immer häufiger ihre Kredit- und Kundenkarten mit einer NFC-Funktion aus, über die sich Geld kontaktlos transferieren lässt. Das Verfahren galt bislang als sicher. Auf der ACM Conference on Computer and Communications Security wurde nun von britischen Forschern der Newcastle University ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich eine Sicherheitslücke ausnutzen lässt.

Normalerweise sind Bezahlvorgänge mit NFC je nach Land auf einen geringen Betrag gedeckelt. Durch das Umwandeln der Transaktionssumme in eine Fremdwährung lässt sich diese Sperre jedoch umgehen. Das Limit liegt dann bei maximal 999.999,99 US-Dollar.

Wurde ein Terminal entsprechend präpariert, können Kriminelle auf diese Weise Summen erbeuten, die durch glaubwürdige Empfänger und geringe Beträge für den Nutzer harmlos wirken. Auf der Abrechnung werden die unrechtmäßigen Geldtransfers möglicherweise erst später bemerkt.

iPhone 6 könnte künftig als Autoschlüssel fungieren

Mit Visa reagiert der erste Anbieter auf die neue Schwachstelle beim Bezahlen über NFC. Das Unternehmen beteuert, dass derartige Betrügereien im Alltag kaum zu befürchten sind.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2014346