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Mobiles System zur Straftätererkennung

09.02.2008 | 14:02 Uhr |

Mit einem tragbaren Erkennungssystem sollen sich Beamte und Fahnder zukünftig innerhalb von Sekunden über Beweismittel und Fingerabdrücke informieren können. Auf der CeBIT wird das Gerät erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Polizei soll zukünftig mit einem drahtlosen Erkennungsgerät auch direkt am Tatort in Sekundenschnelle auf Beweismittel und Fingerabdrücke zugreifen können. Das System mit dem Namen gryphos2008 erlaubt den Datenabgleich mit einer Referenzdatenbank und soll so zukünftig dabei helfen, Straftäter noch schneller überführen zu können. Bereits fotografierte Beweismittel stehen den Fahndern damit deutlich schneller zur Verfügung, als bisher. Entwickelt wurde gryphos2008 von der prisma GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik ( IPK ).

Durch eine Förderung im Rahmen der Sicherheitsinitiative des Landes Berlin unter Einbeziehung des Bundeskriminalamtes ( BKA ) und der Landeskriminalämter ( LKA ) soll das Gerät schon bald weite Verbreitung finden. Als erstes System ermöglicht es gryphos2008 Bilder von mobilen Endgeräten auszuwerten. Auch wenn das Beweismittel verwischt ist, das Foto nur eine geringe Auflösung haben sollte oder Lichtreflexe die Qualität reduzieren, sei ein Abgleich mit der Datenbank möglich. Der eigentliche Vorgang des Fotografierens erfolgt wahlweise über ein Handy oder eine Digitalkamera. Daraufhin wird das Bild an einen Server geschickt und dort mit den Referenzdaten verglichen.

Anhand von zahlreichen Merkmalsvektoren wie Form, Kontur oder Textur ermittelt das System auch bei Spiegelungen durch Blitzlicht noch zuverlässige Ergebnisse. Als praktisches Einsatzgebiet sehen die Entwickler beispielsweise schnelle Rückschlüsse auf Bildfälschungen oder die Zuordnung gefundener Fingerabdrücke.

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