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Kreditkartendaten gestohlen

06.03.2001 | 15:49 Uhr |

Beim amerikanischen Online-Buchversand Bibliofind.com gelangten Cracker an die Daten von 98.000 Kunden. Aufgrund dieses Vorfalls wurde das zu Amazon.com gehörige Unternehmen gezwungen, seinen Webauftritt für einige Zeit einzustellen.

Beim amerikanischen Online-Buchversand Bibliofind.com gelangten Cracker an die Daten von 98.000 Kunden. Aufgrund dieses Vorfalls wurde das zu Amazon.com gehörige Unternehmen gezwungen, seinen Webauftritt für einige Zeit einzustellen.

Letzte Woche wurde der "Einbruch" bemerkt. Die Attacke selbst war aber schon im Oktober erfolgt. Seitdem hatte der Angreifer Zugriff auf die amerikanische Website, wie CNN Online berichtet. Der Cracker konnte sich so die Kundennamen, deren Adressen sowie die Kreditkartennummern beschaffen.

Bibliofind.com hat mittlerweile das FBI eingeschaltet. Bisher seien jedoch noch keine Fälle bekannt geworden, in denen mit den geraubten Kreditkartennummern Missbrauch betrieben worden wäre. Die Website ging wieder online, nachdem das Sicherheitsproblem gelöst war. Die betroffenen Kunden wurden per Mail verständigt.

Schockierend ist die Dauer des Cracker-Zugriffs. Ein über vier Monate unbemerkter illegaler Zugriff auf sensible Kundendaten deutet auf ein Problem bei den Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen des betroffenen Unternehmens hin.

Richard Power, Editorial director des Computer Security Institute ging noch einen Schritt weiter: "Da der Hacker so lange Zugriff auf das System von Bibliofind hatte, besteht die Möglichkeit, dass er... auch eine Hintertür zu Amazon.com gefunden hat".

Patty Smith, ein Firmensprecher des Büchergiganten Amazon, wies dies entschieden zurück: Amazon sei von dem Angriff nicht betroffen gewesen und würde mit Bibliofind auch keine Daten austauschen. (PC-WELT, 06.03.2001, hc)

www.bibliofind.com

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