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Manipulierte Kartenlesegeräte zu verkaufen

28.06.2010 | 15:49 Uhr |

Auf Untergrundmarktplätzen werden Kartenlesegeräte angeboten, die zur Aufstellung in Geschäften gedacht sind. Sie zeichnen Kreditkartendaten und die PIN auf, melden jedoch einen Fehler bei der Abbuchung.

Das Bezahlen mit Kredit- und EC-Karten beim Einkaufen, an der Tankstelle oder im Restaurant ist beliebt, da bequem. Doch es birgt auch Risiken. Wie sicher sind die Daten beim Händler? In einem Untergrundforum bieten Kriminelle spezielle Kartenlesegeräte an, die nur die Daten abgreifen und aufzeichnen, jedoch keine Transaktion ausführen.

Wie Maxim Goncharov im Trend Micro Malware Blog berichtet, werden solche so genannten POS-Geräte (POS: Point of Sale - Verkaufsstelle) für etwa 1000 Euro feil geboten. Hinzu kommt eine Gebühr von 200 Euro für die Lieferung und Einrichtung. Außerdem werden 40 Prozent des ergaunerten Geldes als Beteiligung verlangt. Die mobilen Kartenleser enthalten einen Flash-Speicher, der die ausgelesenen Daten des Magnetstreifens sowie die eingegebene PIN aufnimmt.

Will ein Kunde mit einem solchen Gerät, das äußerlich nicht von legitimen Kartenlesern unterscheidbar ist, seine Rechnung bezahlen, gibt das Gerät nach Einlesen der Karte und Eingabe der PIN eine Fehlermeldung aus. Es druckt sogar eine Quittung als Beleg, dass die Transaktion fehlgeschlagen ist. Doch tatsächlich sind Kartendaten sowie PIN gespeichert und können im Untergrund weiter verkauft werden.

Gerade in der anbrechenden Urlaubszeit sollten Sie besonders vorsichtig sein, wo Sie mit dem Plastikgeld und Ihrem guten Namen bezahlen.

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