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Kreditkarten-Nutzer sind nicht anonym

31.01.2015 | 05:36 Uhr |

Forschern ist es gelungen, vermeintlich anonymen Kreditkarten-Transaktionen die Identität von Nutzern zuzuordnen.

Mit einer aktuellen Studie des MIT Media Lab, wollen Forscher belegen, dass die derzeitigen Anonymisierungsmethoden, wie sie beispielsweise bei Banken oder Krankenkassen zum Einsatz kommen, nicht mehr zeitgemäß sind. Zusammen mit Informationen aus sozialen Netzwerken können vermeintlich anonyme Daten Personen zugeordnet werden.

Diese These belegen die Forscher in ihrer Studie, die im Science-Magazin veröffentlicht wurde. Die Forscher sammelten dabei über drei Monate hinweg in 10.000 Geschäften Kreditkarten-Daten von rund 1,1 Millionen Kunden. Persönliche Daten wie Name, Konto- und Kartennummer wurden entfernt.

Um die Nutzer dennoch identifizieren zu können, griffen die Forscher auf die Zeitstempel der Transaktionen zurück und kombinierten diese mit weiteren Daten wie etwa dem Standort der Probanden. Die weiteren Daten stammten außerdem unter anderem aus sozialen Netzwerken wie Twitter oder Instagram. Das Ergebnis: In rund 80 Prozent der Fälle konnten die Kreditkarten-Besitzer identifiziert werden.

Mit ihrer Studie könnten die Forscher eine Debatte um bessere Sicherheitsmaßnahmen für große Datenbanken anregen. Eine Möglichkeit wäre die Pseudonymisierung. Im Gegensatz zur Anonymisierung werden persönliche Daten hier nicht nur verändert, sondern beispielsweise durch Buchstaben- oder Zahlenkombinationen ersetzt. Um diese Kombinationen wieder lesbar zu machen, ist ein Schlüssel notwendig.

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