Krebs-Tod

Samsung muss Schmerzensgeld zahlen

Freitag den 24.06.2011 um 14:25 Uhr

von Benjamin Schischka

© Samsung-Hauptquartier in Seoul
Koreanische Richter sehen einen Zusammenhang zwischen dem Krebs-Tod zweier junger Menschen und ihrer Tätigkeit bei Samsung.
Ein südkoreanisches Gericht hat Samsung zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Das Geld soll an die Familien zweier an Leukämie verstorbener junger Mitarbeiter gehen. So zitiert zumindest eetimes.com die Yonhap News Agency. Drei andere Klagen zweier an Leukämie erkrankter Ex-Mitarbeiter und der Familie eines versorbenen Samsung-Angestellten wies das Gericht jedoch ab.

Samsung selbst sieht seine Produktionsstätten nicht als Grund der Erkrankungen. Das Gerichtsurteil wolle man darum nicht annehmen. Den Stein ins Rollen gebracht hat der Vater eines der beiden Opfer. Zunächst galt der Tod von Yu-mi Hwang als ein natürlicher Tod. Ihr Vater forschte nach und deckte eine Reihe ähnlicher Todesfälle anderer Samsung-Mitarbeiter auf.

Auch Apple-Zulieferer Foxconn steht immer wieder mit Negativ-Schlagzeilen in der Öffentlichkeit.

Die Verstorbenen waren für die Reinigung nicht-automatisierter Produktionsstätten zuständig und darum vermehrt auf die Nutzung diverser Chemikalien angewiesen. Das soll die Krankheit verursacht oder zumindest gefördert haben, sollen die Richter gesagt haben. Über die Summe des Schmerzensgeld gab es keine Aussage.

Freitag den 24.06.2011 um 14:25 Uhr

von Benjamin Schischka

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