Kräftig ausgeteilt

Foxconn-Chef lästert über Samsung und lobt das iPhone 5

Donnerstag, 21.06.2012 | 13:03 von Hans-Christian Dirscherl
Terry Gou, der Chef des taiwanischen Unternehmens Hon Hai (Foxconn)
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© http://focustaiwan.tw/
Terry Gou ist der Chef von Foxconn (das unter anderem das iPad, das iPhone und die Xbox herstellt). Gou nutzt die Bekanntgabe eines neuen Joint Ventures dafür, kräftig über Samsung herzuziehen und den Kunden den Kauf des iPhone 5 anstelle des Galaxy S3 zu empfehlen.
Hon Hai Precision Industry Co ist im Westen besser bekannt unter dem Namen Foxconn. Das taiwanische Unternehmen übernimmt für zahlreiche namhafte IT-Giganten die Produktion bekannter Produkte, unter denen das iPad und das iPhone, aber auch die Xbox 360 und die Playstation von Sony sicherlich die bekanntesten sein dürften. Foxconns Fabriken stehen allerdings mehrheitlich nicht auf der Insel Taiwan sondern auf dem rotchinesischen Festland.  In den dortigen Fabriken sind die Arbeitsbedingungen nicht immer optimal, immer wieder gibt es Berichte über Selbstmordserien von überlasteten Foxconn-Mitarbeitern und von Ausschreitungen.

Hon Hai Precision Industry Co. hat jetzt die Gründung eines Joint Ventures mit dem japanischen Unternehmen Sharp bekannt gegeben. Hon Hai will durch die enge Zusammenarbeit mit Sharp seine Fähigkeiten bei der Display-Produktion verbessern.

Das an sich wäre noch keine News wert. Doch spannend ist, was der Chef von Hon Hai Precision Industry Co. in diesem Zusammenhang sagte. Terry Gou, der CEO von Hon Hai Precision Industry Co. nutzt die Gelegenheit nämlich um das südkoreanische Unternehmen Samsung abzuwatschen.

Terry Gou verkündete zunächst optimistisch, dass die Allianz mit Sharp Hon Hai in die Lage versetzen würde, den Riesen Samsung in drei bis fünf Jahren zu schlagen. Dank der Kombination aus Hon Hais Stärken bei Marketing und Produktion und Sharps Schlüssel-Technologien. Wie die Webseite Focus Taiwan weiter ausführt erklärte Gou, dass es sein Lebensziel sei, Samsung zu schlagen. Samsung sei „bekannt dafür, seine Konkurrenten zu verraten“. Gou spielte damit auf die Vorgänge um eine Untersuchung durch die Europäische Kommission zu unerlaubten Preisabsprachen im Jahr 2010 an. Damals wurden vier taiwanische Unternehmen zu einer Geldstrafe verurteilt, Samsung trat dabei als Zeuge auf. Doch die Japaner (gemeint ist Sharp) würden anders als die Koreaner (gemeint ist Samsung) einem nicht in den Rücken fallen.

Gou beließ es aber nicht bei diesem Hinweis, sondern legte noch nach: Kunden sollten bei ihrem nächsten Smartphone-Kauf auf das Apple iPhone 5 warten. Es würde Samsung derzeitiges Top-Modell, das Galaxy S3, alt aussehen lassen.

Donnerstag, 21.06.2012 | 13:03 von Hans-Christian Dirscherl
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