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Kostet Umweltschutz Arbeitsplätze?

11.01.2001 | 10:01 Uhr |

Die Energieressourcen der Erde sind begrenzt. Darum macht Stromsparen durchaus Sinn. Doch in Kalifornien drohen die Energiesparmaßnahmen Arbeitsplätze zu vernichten. Intel plant zum Beispiel Neubauten von Fertigungsanlagen nur noch außerhalb des Sonnenstaates.

Die Energieressourcen der Erde sind begrenzt. Darum macht Stromsparen durchaus Sinn. Doch in Kalifornien drohen die Energiesparmaßnahmen Arbeitsplätze zu vernichten. Intel plant zum Beispiel Neubauten von Fertigungsanlagen nur noch außerhalb des Sonnenstaates.

Intel ist fest entschlossen, in Kalifornien keine weiteren Fabriken mehr zu errichten. Craig Barrett, der CEO von Intel, sagte, dass die misslungene Deregulierung des Strommarktes dazu geführt habe, dass Strom teuer und die Stromversorgung unzuverlässig sei. Intel würde stattdessen in anderen Bundesstaaten der USA und in Irland bauen.

Da schon die geringsten Schwankungen in der Stromstärke die empfindlichen Wafer zerstören können, stellt die Stromversorgungssituation in Kalifornien ein ernstes Problem dar.

Intel habe seinen eigenen Stromverbrauch schon um 10 Prozent reduziert, indem die Beleuchtung und die Klimaanlage ausgeschaltet wurde. Deshalb kommen die Mitarbeiter von Intel nun in den Genuss eines eigentlich nicht geplanten kostenlosen Saunaaufenthalts während der Arbeit.

Mit Kernenergie ließe sich das Problem lösen, doch dies sei derzeit politisch nicht korrekt, wie Barrett meinte. Er selbst würde nun auch seinen eigenen kleinen Beitrag zum Stromsparen leisten, indem er in seinem Büro ebenfalls die Lichter auslässt.

Kalifornien verfolgt eine rigorose Umweltschutzgesetzgebung mit dem Ziel, seinen Stromverbrauch deutlich zu senken. Deshalb wurde Strom zu einem knappen und kostbaren Gut. (PC-WELT, 10.01.2001, hc)

Schädigt Onlineshopping die Umwelt? (PC-WELT Online, 19.12.2000)

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