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Kostenloses Backup von MS Office-Daten

14.09.2000 | 16:02 Uhr |

Microsoft kümmert sich nun um jene Office 2000-Benutzer, die sich den Computer und Ihre Software mit anderen Anwendern teilen müssen. Ein neuer Assistent sichert die persönlichen Einstellungen und speichert diese im Internet - auf einem Microsoft-Server.

Wer sich seinen Arbeitsplatz mit mehreren Anwendern teilt, der kann ein Lied davon singen: Nachdem der Rechner von einem anderen Teilnehmer verwendet wurde sind oftmals die persönlichen Einstellungen verschwunden oder abgeändert. Das Wiederherstellen der alten eigenen Einstellungen nimmt dann jedes Mal Zeit in Anspruch - Zeit, die für die Arbeit fehlt.

Microsoft hat für all diese Anwender nun einen Assistenten veröffentlicht, der die persönlichen Einstellungen sichert. Die Einstellungen werden jedoch nicht auf Diskette oder Festplatte gespeichert, vielmehr werden die Daten an einen Server von Microsoft übermittelt und im Internet gespeichert. Laut Microsoft liegt der Vorteil in dieser Methode, unabhängig vom Ort stets auf die Kopie der persönlichen Einstellungen zurückgreifen zu können.

Dabei können die gespeicherten Informationen durchaus sensibel sein. Neben den Anpassungen der Tastenbelegung, Menüabfolge oder Symbolleisten werden auch persönliche Dokumentvorlagen oder aber Benutzerwörterbücher oder Ergänzungen der AutoKorrektur-Funktion gespeichert.

Microsoft beteuert diese Informationen nicht auszuwerten und die gespeicherten Profile nicht zu öffnen. Dies sei nur mit Benutzername (Mail) und Kennwort möglich. Aber auch wenn Microsoft sich tatsächlich an den Datenschutz halten sollte und selber keinen Blick in die Daten wirft - für Hacker sind die gesammelten Profile sicherlich ein gefundenes Fressen.

Für den Fall dass sich Hacker Zugriff auf die Daten verschaffen hat Microsoft bereits vorgebaut. Beschwerden können - ganz wie es sich für ein modernes Unternehmen gehört - per Post in die USA vorgebracht werden!

Somit stellt sich die Frage, warum Microsoft nicht auch eine Funktion für das Speichern der Einstellungen auf Diskette oder einem lokalen Pfad anbietet? Wer nicht mit übergroßen Dokumentvorlagen arbeitet, sollte die Daten problemlos auf einer Diskette unterbringen können. Ein Test der PC-WELT mit einer Office 2000-Installation ohne eigene Dokumentvorlagen brachte eine Datenmenge von gerade 196 Kilobyte zusammen. Also eine durchaus überschaubare Datenmenge die auf einer normalen Diskette Platz findet. Auch wenn eine Vielzahl von Dokumentvorlagen mit den Office 2000-Programmen erstellt wurden, sollte die Datenmenge in den meisten Fällen noch immer auf eine Diskette passen.

Wer kein Vertrauen in die Microsoft-Strategie hat, sollte es sich überlegen, ob er das Programm verwendet. (PC-WELT, 14.09.2000, sw)

Office 2000-Assistenten für Einstellungsspeicherung

Häuft 'Passport' Kundendaten an? (PC-WELT Online, 13.09.2000)

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