133328

Kostenloser VoIP-Leitfaden von Infineon

07.03.2007 | 17:18 Uhr |

Chip-Hersteller Infineon hat einen kompakten Leitfaden im PDF-Format veröffentlicht, der mit "sieben Mythen zu VoIP" aufräumen sollen. Darin geht es unter anderem um die Frage, ob VoIP mehr Strom als herkömmliches analoges Telefon verbraucht, ob besonders viele Sicherheitslücken in der VoIP-Technologie stecken und ob mehr Bandbreite automatisch eine bessere Sprachqualität bedeutet.

Ein Ratgeber von Infineon will sieben in Zusammenhang mit VoIP oft geäußerte "Mythen" entlarven.

Mythos 1: Die Sprachqualität von VoIP lässt zu wünschen übrig

Tatsächlich gebe es heute keine spürbaren Unterschiede in der Sprachqualität zwischen Telefongesprächen über Vermittlungsstellen und Gesprächen über VoIP, wie Infineon meint. Viele Ferngespräche liefen bereits über VoIP, ohne dass man sich dessen überhaupt bewusst sei.

Es gebe aber derzeit noch gewisse Situationen, die die Sprachqualität beeinflussen können, räumt der Münchner Chip-Hersteller ein. Zum Beispiel könne es bei bestimmten Systemen vorkommen, dass telefonieren entweder gar nicht oder nur in schlechter Qualität möglich sei, wenn gleichzeitig ein zweiter Anruf getätigt werden soll. Hier können höhere Datenraten und bessere Chips Abhilfe schaffen.

Mythos 2: Mehr Bandbreite bedeutet automatisch eine bessere Sprachqualität

Neue, schnellere Zugangstechnologien können auch Nebenwirkungen haben. Höhere Datenraten wie ADSL und VDSL sowie PON ermöglichen nämlich neue Anwendungen wie Internet-Fernsehen oder IP-TV, die enorme Anforderungen an die Datenrate und die Qualität der Verbindung stellen. Hinzu kommt, dass immer mehr Endanwender über Heimnetzwerke ihre verschiedenen Geräte wie PCs, Notebooks, Settop-Boxen oder Media-Server miteinander über WLAN verbinden. Durch diese Entwicklungen steigen die Anforderungen an den Datendurchfluss durch einen Gateway, während dieser gleichzeitig im verstärkten Maß VoIP mit hohen Qualitätsanforderungen übertragen muss.

Mythos 3: VoIP rechnet sich nicht

Unterschiedlichste Tarife und Kostenfaktoren machen zugegebenermaßen Endkunden wie auch Unternehmen den Durchblick im VoIP-Dschungel nicht gerade einfach. Endkunden, die bereits einen Breitband-Zugang besitzen, können mit VoIP im Vergleich zu Festnetztelefonaten aber in der Regel tatsächlich kräftig sparen, wie Infineon meint. Besonders wenn Sie Gespräche im eigenen oder im passenden Partnernetz führen.

Mythos 4: VoIP ist ein Energiefresser

Ein analoges Telefon nimmt Infineon zufolge während des Telefonierens 200 bis 500 Milliwatt Leistung auf. Insgesamt ergibt sich während eines Telefonats eine Energiezufuhr von 1000 bis 2000 Milliwatt, wie Infineon ausführt. Wenn man nicht telefoniert, befindet sich die Leitung im Stromsparmodus und verbraucht nur wenige Milliwatt.

Für das VoIP-Gateway soll der Stromverbrauch während des Gespräches pro VoIP-Gerät zwischen 400 und 600 Milliwatt betragen. Wenn nicht telefoniert wird, sind es ebenfalls nur wenige Milliwatt.
Wer VoIP über den PC macht, muss den Stromverbrauch des Rechners einkalkulieren. Sofern dieser ohnehin laufen würde und er nicht eigens für VoIP eingeschaltet wird, verursacht VoIP laut Infineon nahezu keine zusätzlichen Stromkosten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
133328