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E-Plus tritt bei BITKOM aus

Beim Branchenverband der Informations- und Kommunikations-Technologie hat es gekracht. Nach Informationen der Berliner Zeitung wird E-Plus zum Jahresende aus dem Verband austreten, da der Netzbetreiber seine Interessen nicht mehr ausreichend vertreten sieht. Der Austritt bedeutet für E-Plus auch eine Kosteneinsparung in Millionenhöhe.

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung vom Donnerstag tritt der Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus zum Jahresende aus dem Branchenverband der Informations- und Kommunikationstechnologie (BITKOM) aus. Man habe seine Interessen nicht mehr ausreichend durch den BITKOM vertreten gesehen, so die Zeitung unter Berufung auf nicht näher genannte Unternehmenskreise. Streitpunkt war offenbar unter anderem die Richtung der politischen Lobbyarbeit des Verbandes, dem auch Konkurrenten wie die Telekom und o2 angehören.

Beim BITKOM wird die Entscheidung bedauert und man bemüht sich derzeit intensiv darum, den Netzbetreiber wieder zurück zu holen. "Wir sehen die Entscheidung von E-Plus nicht als endgültig an.", so BITKOM-Geschäftsführer Bernd Rohleder gegenüber der Zeitung. Die Entscheidung des Netzbetreibers wieder umzukehren wird jedoch keine leichte Aufgabe, denn E-Plus sieht den Austritt auch als Kosteneinsparung. Der Berliner Zeitung zufolge überweist der Mobilfunkanbieter dem Verband jährlich eine sechsstellige Summe als Mitgliedsbeitrag. Dieses Geld lässt sich nach Ansicht des Unternehmens besser einsetzen, zumal die Kontakte zur Politik, so der Bericht, auch aus der neuen Hauptstadtrepräsentanz heraus gepflegt werden können, die im August eröffnet wurde.

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