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Samsung präsentiert Lineup für 2008

Samsung hat auf einer Fachmesse in den Niederlanden sechs neue Mobiltelefone vorgestellt. Die Modelle i900, L870, U800, M620, B510 und B300 reichen von Highend bis Prepaid und bieten für jede Zielgruppe die nötige Technik. Über Preise und Verfügbarkeit macht der Hersteller bislang keine Angaben.

Auf der Fachmesse TeleVisie 2008, die im niederländischen Nieuwegein für Händler und Distributoren stattfand, hat Samsung sein Lineup für die kommenden Monate präsentiert. Die Koreaner ließen sich nicht lumpen und zogen gleich sechs neue Mobiltelefone aus ihren Taschen - um sie anschließlich in unansehnlichen Glasvitrinen einzusperren.

Das Lineup reicht von absoluten Einsteigern wie B300 und B510, die außer Telefonie und SMS-Funktion keinen Mehrwert bieten, bis hin zum Highend-Modell SGH-i900, das mit einer hochauflösenden Kamera und Smartphone-Betriebssystem die Blicke auf sich sieht. Dazwischen rangieren die gehobenen Mittelklässler SGH-U800 und SGH-L870 sowie ein Einsteiger für etwas höhere Ansprüche, das SGH-M620.

Beim SGH-i900 greift Samsung in die Vollen und verbaut nur Top-Komponenten, die auch in der koreanischen Marketing-Abteilung wie Musik in den Ohren klingen: Eine 5-Megapixel-Kamera lässt sich trotz starker Konkurrenz durch Nokia, LG und das G800 aus eigenem Hause gut verkaufen, auch die breite Connectivity-Range überzeugt mit WLAN, HSDPA und GPS. Wer das Kartenmaterial liefert ist unklar, vermutlich holt sich Samsung wie beim SGH-i780 die Spezialisten von Garmin und Navteq ins Boot. Das i900 läuft unter Windows Mobile 6.1 und bietet dem Nutzer verglichen zur Vorversion in vielen Bereichen Verbesserungen und erleichtert die Arbeit im mobilen Internet (mehr...) . "Kleines" Manko: Das Display ist mit 240x320 Pixeln vergleichsweise niedrig auflösend. Auf dem Bildschirm des iPhones verteilen sich beispielsweise 320x480 Bildpunkte, das auf dem MWC 2008 vorgestellte Xperia X1 von Sony Ericsson erhält sogar eine Komponente mit 480x800 Pixeln. Trotz erstklassiger Technik misst das i900 kompakte 112x56x13 mm und ist damit kleiner als das Apple-Handy.

Etwas weniger aufwendig zeigen sich die Modelle L870 und U800. Wie das i900 läuft auch das L870 unter einen Smartphone-Betriebssystem, aber diesmal verwenden die Koreaner Symbian S60 und erlauben dem Nutzer, Anwendungen von Drittanbietern zu installieren und umfangreiche Office-Funktionen zu verwenden. Der Slider hat optisch Ähnlichkeit mit dem U900 Soul, verzichtet allerdings auf das interaktive Touchpad und nutzt stattdessen einen herkömmlichen 5-Wege-Navkey. Die Informationslage ist noch dünn, den Angaben zufolge funkt das L870 per UMTS im Mobilfunknetz, HSDPA wird aber nicht erwähnt. Auch auf eine lokale Schnittstelle via WLAN muss wohl verzichtet werden. Fotofreunde kommen mit der 3-Megapixel-Kamera auf ihre Kosten, das UKW-Radio sorgt für musikalische Unterhaltung. Der Slider misst 102x50x13,5 mm und ist damit fast ebenso groß, wie der Highend-Slider SGH-U900.

Das U800 ist mit dem L870 technisch nahezu vergleichbar, Samsung verzichtet aber auf ein Smartphone-Betriebssystem und nutzt eine eigene Software-Lösung. Da es sich um ein weiteres Modell der U-Serie handelt, beeindrucken besonders die Maße: Mit 111x46,9x9,8 mm ist der Barren nur etwas größer als das Mittelklasse-Modell Z370 (UltraEdition 8.4). Gefunkt wie wie beim L870 über UMTS, die Kamera schießt Bilder mit maximal 3,2 Megapixeln und der Bildschirm ist mit 240x320 Pixeln ebenso hochauflösend, wie im Spitzenmodell i900. Auch hier bringt ein UKW-Radio Abwechslung in den Alltag.

Bei den drei verbleibenden Modellen M620, B510 und B300 steht die mobile Kommunikation im Vordergrund. Dabei überzeugt das M620 noch am ehesten mit Zusatzfunktionen: Der Slider verfügt über ein Display mit 262.144 Farben und löst Bilder mit 176x220 Pixeln auf. Davon können die Einsteigergeräte B510 und B300 nur träumen. Entscheidet sich der preisbewusste Kunde für eines der beiden Handys, muss er mit CSTN-Displays Vorlieb nehmen, die immerhin noch 65.536 Farben anzeigen. Ein UKW-Radio verbaut Samsung im M620 und B510, einzig das M620 funkt allerdings über Triband-GSM. Bei den B-Modellen muss man sich mit Dualband-Funk zufrieden geben und sollte im Ausland zur Sicherheit ein Zweithandy einstecken. Die Kamera des M620 dient mit VGA-Auflösung bestenfalls für Schnappschüsse.

Über Verfügbarkeit und Preis der neuen Geräte ist bisher nichts bekannt, auch die deutsche Pressestelle von Samsung konnte zunächst keine näheren Auskünfte geben.

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