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Kopfprämie für Raubkopierer

18.04.2001 | 11:25 Uhr |

Microsoft zahlt bis 30. April 5000 australische Dollar für jeden Hinweis, der dazu führt, Hehler von Raubkopien zu überführen. Dies teilte der Redmonder Software-Hersteller in Australien mit.

Microsoft zahlt 5000 australische Dollar für jeden Hinweis, der dazu führt, Hehler von Raubkopien im Land er Kängurus zu überführen. Ziel der zunächst bis 30. April befristeten Kampagne sind Reseller, die gefälschte oder raubkopierte Microsoft-Produkte vertreiben.

"Softwarepiraterie ist eine gewaltige Bedrohung für ehrliche Systemhersteller, Distributoren und Reseller", meint die Rechtsanwältin von Microsoft, Vanessa Hutley. Aus diesem Grund möchte Microsoft eine Fortsetzung der Kopfgeldkampagne über Ende April hinaus nicht ausschließen.

Raubkopien würden die Verbreitung von Viren fördern. Außerdem sollen bei gecrackter Software oft Schlüsselfunktionen fehlen, so dass die Programme letztendlich wertlos seien - meint Microsoft.

Besonders in Australien würde die Zahl der Händler, die illegale Softwareprodukte vertreiben, besorgniserregende Ausmaße annehmen. Nach Schätzungen der Business Software Alliance (BSA) soll jedes dritte in Australien vorhandene Softwareprodukt illegal sein. Dadurch entstünde dem Einzelhandel ein jährlicher Verlust von 150 Millionen US-Dollar. (PC-WELT, 18.04.2001, hc)

Runder Tisch für Urheberschutz gefordert (PC-WELT Online, 16.01.2001)

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