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Kopfhörer-Implantat per Bio-Hacking

05.07.2013 | 05:07 Uhr |

Der Amerikaner Richard Lee hat sich einen Lautsprecher in sein Ohr implantieren lassen. Der Bio-Hack soll ihn vor sich schnell nähernden Objekten warnen.

Der Bastler Richard Lee könnte schon in wenigen Monaten komplett erblinden. Aus diesem Grund hat sich der Amerikaner einen Kopfhörer implantieren lassen, der das drohende Defizit ausgleichen sollen. Ein kleiner Magnet, der an einer knorpeligen Stelle direkt im Ohr eingesetzt wurde, erlaubt es ihm, Tonsignale drahtlos zu übertragen. Gesendet werden diese Signale von einer kleinen Spule, die sich am Hals unter seiner Kleidung versteckt.

Ziel seines Bio-Hacks sei ein Abstandswarner, der per Ton vor sich schnell nähernden Objekten warnt. Ein Sensor könnte dann frühzeitig - ähnlich wie bei einer Einparkhilfe in Autos - per Piepton auf derartige Gefahren hinweisen. Eine Erweiterbarkeit durch Richtmikrofone sei ebenfalls denkbar. Damit könnten weit entfernte Gespräche mitgehört oder Strahlung sichtbar gemacht werden. Durch den Anschluss eines Geigerzählers ließe sich Radioaktivität als pulsierendes Knack-Geräusch wahrnehmbar machen.

Sicherheitsrisiko: Medizinische Implantate als Zielscheibe für Hacker

Via YouTube stellt Richard Lee sein Implantat vor. Auch die nötigen Bauteile werden erklärt. Die Kosten fallen mit etwa 30 US-Dollar sehr niedrig aus. Die eigentliche Implantation sollte jedoch durch einen Mediziner erfolgen.

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