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Skype lehnt Strategiewechsel ab

17.10.2007 | 11:49 Uhr |

Der Internettelefonie-Dienst Skype will trotz des steigenden Drucks auf den Mutterkonzern eBay an seiner bisherigen Strategie festhalten.

"Das Wichtigste ist, eine hohe Zahl an Skype-Nutzern zu erreichen. Ich mache mir keine Sorgen darüber, dass die Umsätze dann weiter steigen werden", sagte Michael van Swaaij, Interimschef des Internet-Telefonieunternehmens, der "Financial Times Deutschland".

Van Swaaij scheint an der bisherigen Strategie vorerst nichts ändern zu wollen. "Es wurde schon oft gesagt, dass Skype von der Konkurrenz eingeholt werden wird. Am Ende ist es nicht passiert", sagte van Swaaij. "Wir sind kein Telekommunikationsunternehmen. Zu viel Gewicht auf Bezahlmodelle zu legen, ist manchmal nicht sinnvoll."

Um die Zahl der aktiven Nutzer hochzutreiben, gehe Skype eine Kooperation mit dem weltgrößten Internetnetzwerk Myspace ein. So werde Myspace Skype-Funktionen in seinen Internettelegrammdienst integrieren. Mit der "Myspace IM with Skype" genannten Software könnten die über 110 Millionen Myspace- sowie die Skype-Nutzer kostenlos miteinander telefonieren. Zudem seien kostenpflichtige Funktionen wie Anrufe auf herkömmliche Telefonanschlüsse integriert.

Die so erzielten Umsätze werden laut Myspace geteilt. Weitere finanzielle Details der Zusammenarbeit nannten die Unternehmen nicht. Während Myspace in seine Software keinen weiteren Kommunikationsanbieter einbinden will, schließt van Swaaij weitere Kooperationen nicht aus. "Wir sind daran interessiert, Skype zu so vielen Nutzern zu bringen wie möglich", sagte er. (dpa/tc)

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