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AU Optronics krallt sich FED-Display-Technologie

24.01.2010 | 14:32 Uhr |

Der Panelriese AU Optronics (AUO) hat eine Vereinbarung mit den beiden Spezialisten Field Emission Technologies und FET Japan über die Lieferung von sogenannten Field Emission Displays (FED) geschlossen. Damit geht das Unternehmen schon bald eine direkte Kooperation mit dem Sony-Konzern ein, dem FET zu 39,8 Prozent gehört. Eigenen Angaben nach will sich AUO im Zuge des Deals vor allem Patente, in Entwicklung befindliche Innovationen und nicht zuletzt relevantes FED-Produktions-Equipment sichern.

"Gerade bei den bewegten Bildern gibt es in Hinblick auf die Reaktionszeit noch einiges an Verbesserungspotenzial bei Displays. Vor allem bei früheren Geräten war dies bei Formel-1- oder Fußballspiel-Übertragungen immer wieder ein Thema", unterstreicht Michael Wöginger, Vorstand der Actron AG , einem Vertriebshandel für Display-Lösungen und elektronische Bauteile, gegenüber pressetext. Dem Branchenfachmann zufolge steht FED insbesondere produktionskostenbezogen in direkter Konkurrenz zur OLED-TV-Technologie.

Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf Konzernkreise schreibt, soll die hochentwickelte FED-Technologie zukünftig verstärkt in die AUO -Produktpalette Einzug halten. FED-Displays zeichnen sich durch schnelle Reaktionszeiten, Energieeffizienz und den starken Kontrast aus und sollen traditionelle CRT-Panels ablösen. AUO beabsichtigt, sich mit FEDs langfristig in der Liga der High-end-Displays für professionelle Anwender zu bewegen und das gewonnene Know-how für die Verbesserung der bisherigen Panelprodukte zu nutzen.

Experten bewerten den aktuellen Coup AUOs als Schritt zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Vorteil bei der Weiterentwicklung von Flachbildschirmen. Weil AUO auf dem Markt als ein breiter Lösungsanbieter mit sämtlichen Display-Applikationen auftritt, ist man überzeugt, in Hinkunft für Kundenwünsche gewappnet zu sein. FED-Displays sind selbst-lichtemittierend und bilden schnell-bewegte Bilder extrem scharf und ohne Schatten ab. Zudem macht es die Technologie möglich, eine höhere Farbtiefe zu erreichen. Massenproduktion ist noch offen.

(pte)

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