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Der nächste Hype nach BYOD heißt BYON

14.12.2012 | 16:58 Uhr |

Auf "Bring your own device" folgt "Bring your own network", lautet die Prognose für 2013. Smartphone-Nutzer in Unternehmen bringen nicht nur ihre eigenen Geräte mit, sondern benutzen damit auch ihre eigenen Online-Ressourcen.

Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der Prognosen für das kommende Jahr abgegeben werden. Viele Sicherheitsunternehmen schreiben bei ihren Vorhersagen Trends aus dem laufenden Jahr fort. Lookout , Anbieter mobiler Sicherheitslösungen für Smartphones, greift zwei Aspekte auf, die bislang noch nicht im Vordergrund stehen. Der eine neue Trend soll demnach SMS-Spam sein, der andere heißt "Bring your own network" (BYON). Außerdem prognostiziert Lookout die Wahrscheinlichkeit, das Smartphone im nächsten Jahr mit einem Schädling zu infizieren.

Das Infektionsrisiko für Smartphone-Nutzer, im Wesentlichen für Android-basierte Geräte, lag im Sommer 2012 weltweit bei durchschnittlich 0,84 Prozent. In Deutschland lag der Wert lange unter einem halben Prozent, ist jedoch im Oktober auf fast ein Prozent angestiegen. Dabei lauern die größten Gefahren in der mobilen Internet-Nutzung. Fast 40 Prozent der Smartphone-Nutzer sind nach Angaben Lookouts in diesem Jahr mit Phishing-Links oder verseuchten Web-Seiten konfrontiert worden. Lookout erwartet für Deutschland eine halbe Million infizierter Mobilgeräte im Zeitraum Anfang 2012 bis Ende 2013, weltweit könnten es 18 Millionen Geräte werden.

Ein großer Anteil der Mobilschädlinge sind auf das Geld der Smartphone-Nutzer aus . Sie versenden etwa teure Premium-SMS. Lookout hat zudem eine Reihe schädlicher Apps beobachtet, die fleißig Kontaktdaten sammeln. Diese Daten können an Kriminelle und Spammer verkauft werden. Deshalb sei es nur eine Frage Zeit, meint Lookout, bis SMS-Spam zum Problem werde, bei dem eine dem Empfänger bekannte Person als vermeintlicher Absender auftaucht. Auf dem PC gibt es das schon lange.

Eines der großen Hypethemen dieses Jahres ist BYOD ("Bring Your Own Device"). Kaum ein Sicherheitsunternehmen hat es versäumt dazu ein Whitepaper zu veröffentlichen. Lookout sieht für 2013 eine Fortsetzung der Konsumerisierung in der Unternehmens-IT mit BYON ("Bring Your Own Network"). Gemeint ist damit, dass Unternehmensangestellte mit ihren Mobilgeräten vertrauliche Unternehmensdaten bei (potenziell unsicheren) Cloud-Speicherdiensten für Privatanwender ablegen, um unterwegs darauf zugreifen zu können.

Für IT-Verantwortliche in Unternehmen besteht die Herausforderung darin, die Richtlinien für die Nutzung mobiler Endgeräte so auszubalancieren, dass die Benutzer nicht nach immer neuen Schlupflöchern suchen, um die Regeln zu umgehen. Unternehmen sollten im eigenen Interesse auf die veränderten Bedürfnisse ihrer Angestellten eingehen, damit geschäftliche Informationen nicht in fremde Hände geraten. Dazu gehört, dass Daten sicher verschlüsselt gespeichert und übertragen werden. Das Fortschreiten der Konsumerisierung wird kaum aufzuhalten sein, also muss man mit der Zeit gehen.

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