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Nintendo macht mit jeder verkauften Wii U Verlust

26.10.2012 | 19:05 Uhr |

Wie schon seinerzeit Xbox 360 und PlayStation 3, wird auch Nintendo zum Start seiner neuen Konsole Wii U bei jedem verkauften Gerät Verlust machen.

Im nächsten Monat wird Nintendo als erster der drei großen Konsolen-Hersteller neue Spiele-Hardware auf den Markt bringen. Der Launch soll den angeschlagenen japanischen Konzern zurück zur Rentabilität führen. Selbst etwas zu einem steigenden Gewinn beitragen, wird die Konsole jedoch nicht. Wie Nintendo-Präsident Satoru Iwata im Rahmen einer Investoren-Konferenz bekannt gab, liegen die Produktionskosten für die Wii U höher als der tatsächliche Verkaufspreis. Bei jedem Gerät, das über die internationalen Ladentheken wandert, wird das Unternehmen also vorerst draufzahlen müssen. Wie hoch genau die Differenz ist, wollte Iwata jedoch nicht verraten. Der Startpreis für die Konsole inklusive Tablet-Controller liegt bei 299 Euro.

Beim Verkauf einer neuen Konsolen-Generation Verluste einzustreichen, ist in der Branche nichts neues. Trotz Preisen zwischen 400 und 500 Euro mussten seinerzeit auch Microsoft und Sony bei Xbox 360 und PlayStation 3 draufzahlen. Nintendo-Systeme waren von dieser Regel jedoch bislang ausgeschlossen. Dass sich eine profitable Preisgestaltung nicht immer lohnt, musste Nintendo zum Launch seines Nintendo 3DS feststellen. Durch miserable Verkaufszahlen sah sich das Unternehmen drei Monate nach dem Launch schließlich gezwungen, den Preis für die mobile Konsole drastisch zu senken.

Nintendo Wii U kommt am 30. November

Nintendo will bis März 2013 5,5 Millionen Wii-U-Konsolen weltweit verkaufen. Es bleibt abzuwarten, wie die Spieler-Gemeinde das neue Controller-Konzept aufnimmt und Nintendo mit seiner neuen Konsole ähnliche Erfolge wird feiern können wie mit dem Vorgänger Wii.

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