16.08.2011, 19:04

Denise Bergert

Konkurrenzkampf

Microsoft war ebenfalls an Motorola-Kauf interessiert

©Motorola

Wie heute bekannt wurde, war neben Google auch Microsoft an Motorolas Mobilsparte interessiert.
Am vergangenen Wochenende gab Google den Kauf der Motorola-Mobilfunksparte Motorola Mobility bekannt. Zum Preis von umgerechnet 8,8 Millionen Euro geht der Geschäftsbereich samt großem Patent-Fundus voraussichtlich Ende des Jahres an den Suchmaschinen-Riesen über.

Wie heute bekannt wurde, war Google jedoch nicht das einzige Unternehmen, das mit dem abgeschlagenen Smartphone-Hersteller geliebäugelt hat. So will das Technik-Magazin Gigaom aus brancheninternen Kreisen erfahren haben, dass auch Microsoft ein Kaufangebot unterbreitet habe und sich über mehrere Wochen in Verkaufsverhandlungen mit Motorola befunden habe.
Microsoft sei den Angaben zufolge, vor allem an den zahlreichen Patenten des Unternehmens interessiert gewesen, die dem Redmonder Konzern ermöglicht hätten, Googles Android-Pläne zu torpedieren. Diese Aussicht brachte schließlich Google an den Verhandlungstisch. Der Suchmaschinen-Konzern bekam schließlich den Zuschlag, da Google aus Motorolas Sicht das interessantere Angebot unterbreitete hatte. Im Gegensatz zu den Android-Zukunftsplänen, war Microsoft den Angaben zufolge nicht am Ausbau des Hardware-Geschäfts interessiert, sondern hatte nur ein Auge auf die zahlreichen Patente des Unternehmens geworfen.

Motorola verfügt über ein Portfolio aus 17.000 Patenten und 7.500 Patent-Anmeldungen, die von Netzwerk-Standards bis hin zu WLAN-Anwendungen reichen. Geben die Wettbewerbshüter grünes Licht, könnte die Akquisition durch Google bereits bis Jahresende abgeschlossen sein.
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