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Mitschreiben beim Meyers-Lexikon-Online

11.09.2007 | 11:56 Uhr |

Der Brockhaus-Verlag hat die interaktiven Möglichkeiten beim Meyer-Online-Lexikon ausgebaut. Jetzt kann jeder registrierte Benutzer an dem Lexikon mitschreiben, im Unterschied zu Wikipedia überprüft aber eine Redaktion die Inhalte.

Das Meyers-Lexikon-Online will offensichtlich Wikipedia Konkurrenz machen. Nachdem man seit August 2006 schon Schlagworte zur Aufnahme in das Online-Lexikon vorschlagen und vorhandene Artikel diskutieren konnte, kann man ab sofort auch selbst an bestehenden Artikeln mitschreiben oder Artikel komplett neu anlegen. Im Unterschied zu Wikipedia können sich aber nicht nur die Leser des Lexikons gegenseitig korrigieren, sondern auch eine Redaktion überprüft die Qualität der Artikel.

Sobald man einen Artikel um eigene Informationen ergänzt hat, existiert der Artikel in zwei Versionen: Als "geprüfter Artikel" und als "bearbeitbarer Artikel". Letzterer wurde noch nicht von der Redaktion von Meyers-Lexikon-Online auf Richtigkeit überprüft.

Die Meyers-Lexikonredaktion prüft die Beiträge nach dem Einstellen auf formale Richtigkeit und inhaltliche Korrektheit und prüft die Neutralität der Darstellung. Danach überführt die Redaktion die Artikel gegebenenfalls in den geprüften Artikelbereich. Diskussionen zu dem Artikel sind ebenfalls möglich, Bilder lassen sich auch hinzufügen.

Anders als bei Wikipedia muss man sich aber mit einer gültigen Mailadresse (an die der Aktivierungslink geschickt wird) sowie mit Vor- und Nachnamen anmelden. Damit soll willkürlichen Artikelkorrekturen durch anonyme Schreiber, wie es bei Wikipedia oft vorkommt, wohl ein kleiner Riegel vorgeschoben werden.

Der Brockhaus-Verlag definiert sein Ziel folgendermaßen: "Das Ziel von Meyers Lexikon online ist es, ein großes redaktionell geprüftes Internetlexikon mit lexikalisch relevanten und verlässlichen Inhalten zu schaffen." Über den Menüpunkt "letzte Änderungen" kann man sich alle bearbeiteten Artikel und deren Status anzeigen lassen. Außerdem kann man festlegen, welche Artikel man beobachten will.

Alle von der Redaktion ausgewählten Einsendungen an Meyers Medien online werden bis 3. Oktober 2007 mit insgesamt 10.000 Euro prämiert.

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