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Konkurrenz für JPEG

07.06.2005 | 15:38 Uhr |

Die Gruppe der Algorithmen für Images bekommt Zuwachs. .Muv ist einstweilen aber nur im medizinischen Bereich zu Hause.

Die Gruppe der Kompressions-Algorithmen bekommt Zuwachs - das in Singapur ansässige Unternehmen " Matrixview Ltd. " will eine Imaging-Methode namens .Muv auf den Markt ansetzen.

Der von Matrixview verwendete Algorithmus soll verlustfrei Images produzieren können und sich wesentlich schneller komprimieren und vor allem einfacher per binären Code transportiert lassen, so der Autor des Algorithmus und Chief Scientist von Matrixview, Arvind Thiagarajan. Die geringere Komplexität der Kompression von .Muv ist dafür verantwortlich. Laut Thiagarajan ist ein wesentliches Merkmal, dass Pixel, die gleich sind, aber an unterschiedlichen Stellen vorkommen, die selben Werte zugewiesen bekommen. Aber: Die Werte werden getrennt gespeichert und getrennt übertragen.

Thiagarajan, 2001 in Indien als "Junior Scientist" des Jahres ausgezeichnet, hat zusammen mit rund 40 Mathematikern die vergangenen fünf Jahre damit verbracht, das Rückgrat von .Muv zu entwickeln. Die so genannte "Adaptive Binary Optimization Technology" (ABO). Dabei kamen auch neue Ergebnisse hinsichlich der Grenzen von Kompressions-Algorithmen heraus. Seinen Ausführungen zufolge wurde beispielsweise das theoretische Kompressions-Limit für ein 368.000 Byte großes Bild auf 142.000 Bytes berechnet. Die Arbeiten des Teams um Thiagarajan zeigten, dass es bis auf 48.000 Bytes heruntergebrochen werden kann.

Das erste von Matrixview veröffentlichte Produkt, das .Muv nutzt, ist im medizinischen Bereich zu Hause – allerdings in noch sehr begrenztem Umfang - und heißt Echoview. Es komprimiert Ultraschall-Aufnahmen. Etwas "großflächiger" wird die Adaptive Binary Optimization Technologie (ABO) voraussichtlich 2006 zum Einsatz kommen, wenn sie in Süd-Indien in sechs Radiologische Abteilungen eingeführt wird.

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