Der Aufbau eines CM-Systems ist in den meisten Fällen gleich und besteht in der Regel aus sechs festen Komponenten. Die zentrale Komponente eines Content-Management-Systems ist das so genannte Asset-Management – zuständig für Verwaltung aller digitalen Assets, also den Gegenständen. So werden die eigentlichen Inhalte einer Webseite getrennt von der eigentlichen Darstellung medienneutral erfasst und gespeichert.
Eine weitere Komponente ist das Workflow-Management. Diese ermöglicht das zentrale Arbeiten mit den verwalteten Assets durch mehrere Mitarbeiter. Basierend auf definierten Zugriffsrechten schafft die Workflow-Komponente eine Arbeitsumgebung, die den Zugriff mehrerer Nutzer auf die Vielzahl von Dokumenten steuert.
Die beiden Komponenten Zugriffs- und Benutzerverwaltung arbeiten eng zusammen. Die über die Benutzerverwaltung erfassten oder aus einem anderen System importierten User erhalten entsprechend ihrer Rolle im Workflow Rechte im System. So lässt sich beispielsweise festlegen, dass ein Grafiker lediglich Zugriff auf die gespeicherten Bilder haben soll, oder etwa ein Redakteur nur Beiträge seines Ressorts bearbeiten darf.
Ob Import von Alt-Daten oder der Export von gespeicherten Informationen – die Import- und Exportschnittstellen eines Content-Management-Systems spielen eine zentrale Rolle. Besonders der XML-Standard setzt sich hier immer mehr durch und sollte bei jedem Content-Management-System Standard sein. Aber auch andere Schnittstellen bringen Vorteile: So lassen sich beispielsweise bei bestimmten CM-Systemen gespeicherte Webseite als Adobe-Indesign-Dateien exportieren und so bequem ein Cross-Media-Publishing realisieren.
Allrounder XML
Befinden sich die Alt-Daten bereits in einem anderen Content-Management-System oder einem anderweitigen Datenbestand, welcher mit einer XML-Export-Schnittstelle ausgerüstet ist, so ist man fein heraus. Viele Content-Management-Systeme besitzen einen XML-Import, mit dem über eine XSL-Transformation die Export-Dateien in das erwartete Import-Schema transformiert und anschließend importiert werden.
Ebenfalls praktisch ist es, wenn die Daten bereits in einer relationalen oder XML-basierten Datenbank vorliegen. Auch damit stehen die Chancen gut, dass sich dieses Material rationell in ein neues System importieren lässt.
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