245154

Kommt das große Web-Radio-Sterben?

04.02.2005 | 16:05 Uhr |

Deutsche Web-Radios müssen bald höhere Gebühren für die gespielte Musik zahlen. Das könnte das Aus für viele Stationen bedeuten.

Die Zahl der deutschen Internet-Radios könnte bald gewaltig schrumpfen. Zumindest dann, wenn sich die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) durchsetzt.

Die GVL hat im vergangenen Jahr angekündigt, die Gebührenstruktur zu ändern, nach der Web-Radios für die gespielte Musik zahlen müssen. Diesen April soll es soweit sein. Dann zahlt ein Internet-Radiobetreiber nicht mehr pauschal nach der Anzahl seiner Hörer, sondern nach einem komplexen Tarifschlüssel. Im Endergebnis wird es sehr viel teurer, ein Internet-Radio zu betreiben. Das trifft besonders die kleinen, nicht-kommerziellen Sender hart.

Viele Web-Radiomacher protestieren mit dieser Web-Seite. Sie rechnen vor, dass zum Beispiel ein Sender, der bisher 26,75 Euro im Monat an GVL-Gebühren bezahlt hat, demnächst mit 350 Euro zur Kasse gebeten wird. Das würde das Ende vieler Internet-Radios bedeuten. Besucher der Website werden aufgerufen, sich in eine Protest-Liste einzutragen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
245154