Zusätzlich ermittelt die Staatsanwaltschaft Lüneburg aufgrund mehrerer Anzeigen wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung. Doch um einen Abzocker, der gezielt die Kunden um ihr Geld betrogen hat, handelt es sich im Fall Boardbroker offenbar nicht. „Es deutet zum jetzigen Zeitpunkt nichts darauf hin, dass hinter dem Fall kriminelle Energie steckt“, erklärt der Insolvenzverwalter. Auch sei der Geschäftsmann, der zuletzt rund ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigte, ohne Kredite ausgekommen – Banken, die kurzfristig ihre Kredite zurückgefordert hätten, scheiden als Grund für die Insolvenz also ebenfalls aus.
Labudda war bereits seit 1999 Mitglied bei Ebay, betrieb seine Firma seit 1. Februar 2003 als Kommanditgesellschaft. Ziel war der „Versandhandel mit elektrotechnischen Artikeln, insbesondere mit Hardware über das Internet“. Zusätzlich betrieb der 32-jährige Geschäftsmann eine weitere Firma unter gleicher Adresse zum Zweck der „Beteiligung an anderen Unternehmen, um deren Vertretung und Geschäftsführung zu übernehmen“ – auch diese Firma meldete inzwischen Insolvenz an.
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