16.03.2005, 14:35

Panagiotis Kolokythas

Kommentar: Mozilla Suite ist tot! Hoffentlich überlebt Firefox…

Gleich vorweg: Ich bin ein großer Fan von Firefox und nutze ihn schon seit der Zeit, als er noch "Phoenix" hieß und die Entwicklung so langsam ihren Lauf nahm. Mozilla.org will sich künftig mehr um die Erfolgsprojekte Firefox und Thunderbird kümmern. Das hat vor allem Firefox auch dringend nötig, denn es gibt viele Kleinigkeiten, die mich derzeit skeptisch machen, wenn ich über die Zukunft von Firefox nachdenke…
Gleich vorweg: Ich bin ein großer Fan von Firefox und nutze ihn schon seit der Zeit, als er noch "Phoenix" hieß und die Entwicklung so langsam ihren Lauf nahm. Die frühen Firefox-Versionen basierten noch auf der Browser-Komponente der Mozilla Suite. Diese ist nun endgültig tot (wir berichteten). Durch Firefox und Thunderbird schrumpften die Downloadzahlen. Mozilla.org hat deshalb die Entwicklung eingestellt und an freiwillige Helfer abgegeben, die das Projekt am Leben halten sollen. Mit anderen Worten: Mozilla.org will sich mehr um die Erfolgsprojekte Firefox und Thunderbird kümmern.
Das hat vor allem Firefox auch dringend nötig, denn es gibt viele Kleinigkeiten, die mich derzeit skeptisch machen, wenn ich über die Zukunft von Firefox nachdenke. Die finale Version von Firefox war im November 2004 angetreten, um den bisherigen Primus Internet Explorer den Kampf anzusagen. Der Erfolg war immens. Mehr als 26 Millionen Anwender haben mittlerweile Firefox herunter geladen. Doch spätestens als die ersten Sicherheitslücken auftraten, geriet Firefox heftig ins Trudeln.
Erinnern wir uns. Firefox 1.0.1 erschien vor wenigen Wochen und die Anwender wurden aufgefordert, die neue Version sofort zu installieren. Das Problem: Fast keiner kriegte es mit. Sicherlich: PC-WELT-Leser haben durch unsere Nachrichten erfahren, dass sie aktualisieren sollen. Haben es aber alle gemacht? Besuchen alle 26 Millionen Firefox-Anwender wirklich regelmäßig IT-Websites? Oder sind da nicht viele Nutzer dabei, die durch die großen Zeitungskampagnen und das Medienecho Firefox kennen- und liebengelernt haben? Selbst in den Fernseh-Nachrichten wurde über den kleinen David Firefox berichtet, um den Redmonder "Goliath" die Leviten zu lesen. Das Update war den Massenmedien keine Nachricht mehr wert.
"Hey - Firefox hat doch eine Auto-Update-Funktion", mögen viele jetzt denken. Aber: Die in Firefox integrierte Auto-Update-Funktion wurde seinerzeit einfach abgeschaltet. Die offizielle Begründung: Der Ansturm hätte die Update-Server in die Knie gezwungen. Erst Tage später wurde dann die Auto-Update-Funktion aktiviert, allerdings war der Ansturm immer noch so groß, dass nur einige Tausend Firefox-Anwender pro Stunde das Update beziehen konnten. Bei einer gefährlichen Sicherheitslücke hätte das böse ausgehen können. Angreifer hätten tagelang die Möglichkeit gehabt, Millionen von Anwendern Schaden zuzufügen.
Dann die Installation des Updates. Es musste das komplette Firefox 1.0.1 herunter geladen und installiert werden. Das Problem: Unter Windows tauchten plötzlich im Software-Deinstallationsfenster zwei Firefox-Einträge auf. Wer versucht, einen Eintrag zu deinstallieren, der schrottet gleich sein gesamtes Firefox. Gewiefte PC-Experten können mit so einem Problem umgehen, aber Firefox richtet sich nicht nur an solche Experten, sondern will der Massen-Browser schlechthin werden.
Die Gleichung ist eigentlich einfach. Je mehr Anwender durch eine Software gebunden werden, desto größer wird die Verantwortung. Daher ist auch logisch, dass Mozilla.org sich vor allem auf Firefox konzentrieren will.
Das ist auch dringen nötig. Firefox ist bereits ein Browser für die Massen. Jetzt muss er nur noch auf Massentauglichkeit getrimmt werden. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Mit der Version 1.1 haben die Entwickler bereits die ersten Weichen gestellt. Ich hoffe allerdings vor allem auf die Version 2.0. Die soll laut Roadmap noch in diesem Jahr erscheinen. Viel wahrscheinlicher halte ich allerdings ein Erscheinen im Jahr 2006. Bis dahin werden dann die Anwender die Wahl haben: Internet Explorer 7.0 oder Firefox 2.0. Aber Konkurrenz belebt ja schließlich das Geschäft. Und es wäre ein Fehler, jemanden wie Microsoft zu unterschätzen.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

Alle Informationen und Updates zum neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. mehr

- Anzeige -
PC-WELT Specials
Angebote für PC-WELT-Leser
PC-WELT Onlinevideothek

PC-WELT Online-Videothek
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. Filme und Games bequem von zu Hause aus leihen.

Tarifrechner
Der PC-WELT Preisvergleich für DSL, Strom und Gas. Hier können Sie Tarife vergleichen und bequem viel Geld sparen.

PC-WELT Sparberater
Das Addon unterstützt Sie beim Geld sparen, indem es die besten Angebote automatisch während des Surfens sucht.

- Anzeige -
Marktplatz

Amazon Preishits
jetzt die Schnäpchen bei den Elektronikartikel ansehen! > mehr

140746
Content Management by InterRed