710122

Ich fordere - Windows 7 für 30 Euro für alle

05.10.2009 | 14:54 Uhr |

Windows 7 steht in den Startlöchern und es ist Zeit für Microsoft, mit einer spektakulären Aktion die Werbetrommel für das neue Betriebssystem zu rühren. Meine Forderung: Windows 7 sollte allen Windows-Anwendern für 30 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Es kommentiert Panagiotis Kolokythas

Wieso erhalten eigentlich nur Studenten Windows 7 Home Premium oder Windows 7 Professional zum Schäppchenpreis von 30 Euro ? Microsoft täte gut daran, allen Windows-Anwendern das neue Windows zu einem solch attraktiven Preis anzubieten. Zumal Windows 7 bei der Vorbesteller-Aktion Mitte August so knapp limitiert war, dass kaum jemand Windows 7 zum Vorzugspreis ergattern konnte.

Die Mac-User haben für die kommenden Windows-7-Nutzer nur ein Lächeln übrig: Immerhin erhalten alle Besitzer von Leopard (MacOS X 10.5) das Upgrade auf Snow Leopard (Mac OS X 10.6) für angenehme 30 Euro. Kein Wunder also, dass die Webanalysten von . Net Applications für September 2009 ermittelten , dass verhältnismäßig viele Mac-Anwender auf Snow Leopard aufrüsteten.

Sie haben einen Windows-Vista-Rechner kürzlich erworben und erhoffen sich ein kostenloses Upgrade auf Windows 7 nach dem 22. Oktober? Auch daraus wird nichts, denn so ziemlich alle Hersteller verlangen für dieses Upgrade Gebühren, die als "Bearbeitungskosten", "Versandkosten" oder ähnlich deklariert werden. In der FAQ von Microsoft heißt es unter "Kostet das Upgrade extra?": "Beim Kauf neuer PCs können die Upgradeangebote je nach PC-Hersteller abweichen" und "Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach Kontaktinformationen ist unsere Website zur Windows 7-Upgradeoption ." Die Kosten für das Upgrade liegen bei immerhin um die 20 Euro, wie beispielsweise bei Medion oder Asus .

Viele Anwender schenkten Windows Vista keinerlei Beachtung und bleiben ihrem Windows XP treu. Genau diese Anwender gilt es nun mit Windows 7 anzusprechen. Vieler dieser Anwender besitzen bereits einen Rechner, der von der Hardware-Ausstattung bereit für Windows 7 wäre. Und genau diese Anwender sollen für die Upgrade-Version von Windows 7 Home Premium 120 Euro zahlen . Von den Upgrade-Preisen für Windows 7 Professional (285 Euro) und Windows 7 Ultimate (299 Euro) ganz zu schweigen. Aber um Windows 7 Pro und Ultimate geht´s mir gar nicht. Mir geht´s um Windows 7 für das Volk. Also die Home-Premium-Variante.

Meine Argumente:

a) Windows 7 Home Premium für 30 Euro dürfte so mindestens jeden letzten Zweifler davon überzeugen, zuzugreifen und auf das aktuelle Windows-Betriebssystem zu wechseln. Bei 120 Euro ist man dagegen durchaus versucht, bis zum nächsten PC-Kauf zu warten. Würde Microsoft also nur 30 Euro für Windows 7 verlangen, dann würden die Verkaufszahlen für Windows 7 gleich von Beginn an in die Höhe schnellen. Und damit für gute PR für Windows 7 sorgen.

b) Windows 7 Home Premium für 30 Euro wäre für die Anwender locker zu verschmerzen, die seinerzeit Windows Vista erwarben und nun von den vielen Verbesserungen profitieren möchten, die Microsoft Vista spendiert hat und die letztendlich zu Windows Vista Reloaded pardon Windows 7 führten. Endlich ein voll ausgereiftes 64-Bit-Betriebssystem für alle. Das zeigt auch ein Blick auf Amazon.de: Die am häufigsten nachgefragten Windows-7-Fassungen sind die 64-Bit-Versionen von Windows 7 und nicht die 32-Bit-Fassungen.

c) Windows 7 Home Premium für 30 Euro würde zum Aufrüsten der PCs animieren. Wieso einen neuen Rechner anschaffen, wenn der aktuelle PC erst vor ein/zwei Jahren erworben wurde und Windows 7 perfekt darauf läuft. Okay - vielleicht spendiert man dem Rechner ein Blu-Ray-Laufwerk, mehr Speicher und/oder eine DirectX-11-Karte. Die Hardware-Industrie freut sich und ebenso freuen sich die PC-Zeitschriften (Stichwort: Aufrüst-Tipps)

d) Auch Microsoft hat ein Interesse daran, dass möglichst viele Windows-Nutzer ein sicheres System besitzen. Damit ist auch endlich die Zeit dafür gekommen, Endanwendern einen zusätzlichen finanziellen Anreiz zu geben, sich von ihrem Windows XP zu trennen. Also deshalb: Für 30 Euro ein sichereres Windows 7 Home Premium und die 90 Euro, die man übrig hat, darf man in Sicherheitssoftware investieren.

e) Kennen Sie jemanden, der wirklich bereit ist, 120 Euro für Windows 7 Home Premium auszugeben? Ich nicht! Wenn überhaupt, dann greift der informierte, aufrüstwillige Anwender zu der günstigeren System-Builder-Version. Oder er lässt es aber bleiben, wenn ihm selbst diese 90 Euro zu teuer sind.

f) "I´m a PC": Mal ganz ehrlich, kein Windows-Nutzer will sich ständig von Mac-Usern ärgern lassen. Wenn Apple den Mac-Usern ein günstiges Upgrade spendieren kann, dann kann dies erst recht auch Microsoft. Endlich darf man den Mac-Usern zurufen: "Wir haben nicht nur die besseren Spiele, sondern auch ein günstiges Betriebssystem."

g) Man weiß, dass Windows 7 Home Premium zu teuer angeboten wird, wenn man Google bemüht.

Suchergebnisse:
Windows 7 zu teuer: 44300
Windows 7 zu günstig: 0
Windows 7 too expensive: 2600
Windows 7 too cheap: 0

Ich mache Microsoft folgenden Kompromiss-Vorschlag: Man könnte Windows 7 Home Premium zumindesten vorübergehend für 30 Euro anbieten und dann - sagen wir mal: ab Februar 2010 - den Preis erhöhen. Damit könnte ich leben. Und Sie?

0 Kommentare zu diesem Artikel
710122