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Kommentar: Ebay-Urteil lässt viele Fragen weiterhin offen

03.11.2004 | 14:32 Uhr |

"Wer bei Ebay Waren von einem gewerblichen Anbieter ersteigert, kann das Geschäft binnen zwei Wochen widerrufen“, so hat es der BGH heute festgelegt. Doch das Urteil wirft mindestens so viele Fragen auf wie es beantwortet.

"Wer bei Ebay Waren von einem gewerblichen Anbieter ersteigert, kann das Geschäft binnen zwei Wochen widerrufen“, so hat es der BGH heute festgelegt. Bislang galt dies nur für Verkäufe zum Festpreis, die nach Angaben von Ebay immerhin ein Drittel der Transaktionen ausmachen.

Für den gewerblichen Ebay-Händler schafft diese Regelung eine Vielzahl von Problemen. Zunächst muss der Verkäufer diverse rechtliche Fußangeln umgehen – etwa den Kunden auf sein Umtauschrecht hinweisen. Ob es dazu ausreicht, den Hinweis auf der Angebotsseite zu publizieren, ist strittig. Es gibt Juristen, die sagen, dass eine solche Belehrung dem Kunden zugestellt werden muss, also etwa per Mail. Diese müsste aber theoretisch bei Abgabe des Gebots erzeugt werden, was Ebay gar nicht vorsieht.

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