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Australisches Billig-Smartphone mit Android kommt nicht

17.01.2009 | 15:39 Uhr |

War es nur ein Rohrkrepierer oder sollte es niemals auf den Markt kommen? Die australische Firma Kogan Technologies hat die Veröffentlichung ihres Android-Smartphones abgeblasen. Vielleicht war das Kogan Agora auch nur ein Trick, um den Hersteller von Billig-Elektronik bekannt zu machen.

Auf das zweite Handy, das mit dem Google-Betriebssystem Android auf den Markt kommen sollte, müssen die Nutzer noch ewig warten. Die Veröffentlichung des Kogan Agora wird auf "unbestimmte Zeit verschoben", gab die australische Herstellerfirma heute in ihrem Blog bekannt. Ursprünglich wollte die Firma des russischen Geschäftsmannes Ruslan Kogan am 29. Januar 2008 das Gerät zum Kampfpreis von 299 australischen Dollar (150 Euro) auf den Markt bringen. Geld für Bestellungen hat sie schon kassiert und auch erste Bilder des Gerätes in Aktion wurden bereits veröffentlicht.

Die Entwicklung des Agora sei fast fertig gewesen, steht in dem Firmenblog. Die Produktion habe bereits begonnen und es hätten nur noch Tage bis zur Auslieferung gefehlt. Jedoch gebe es plötzlich Bedenken, ob das Gerät mit zukünftigen Android-Anwendungen kompatibel sein wird. Besonders die Größe und die Auflösung des Bildschirms soll Kopfzerbrechen bereiten. "Die Software-Entwickler werden wahrscheinlich Programme schreiben, die eine höhere Auflösung verwenden, als das Agora überhaupt darstellen kann", schreibt Ruslan Kogan und verspricht, dass seine Firma das Geld für eingegangene Bestellungen in sieben Tagen zurückschickt.

Die Erklärungen klingen nicht sehr überzeugend und erste Experten fragen bereits, ob Kogan Technologies das Gerät überhaupt jemals auf den Markt bringen wollte. Die Firma hätte schließlich schon vor Produktionsbeginn über die Bildschirmgröße nachdenken müssen. Statt nur ein Rohrkrepierer kann das Kogan Agora auch ein Marketingtrick gewesen sein, um den Hersteller von billigen Elektronikprodukten weltweit bekannt zu machen. Darauf deutet ein Artikel der australischen Technik-Nachrichtenwebsite Smarthouse hin. Selbst Google habe nichts von den Android-Plänen gewusst und ein ungenannter HTC-Manager geht davon aus, dass Kogan Technologies in Wirklichkeit nie genug Geld für die Produktion hatte.

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