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Köln: Hoverboard an Hausbrand beteiligt

06.07.2016 | 14:04 Uhr |

Nun ist es anscheinend auch in Deutschland passiert: Ein Hoverboard ist explodiert und hat vielleicht einen Hausbrand in Köln verursacht. Akku-Teile flogen meterweit.

Wie die Kölner Regionalpresse berichtet, brannte am Montagnachmittag im rechtsrheinischen Stadteil Köln-Neubrück ein Haus teilweise aus. Das Haus ist wegen der Brandschäden und der Russablagerungen nicht mehr bewohnbar. Eine sechsköpfige Familie verlor dadurch ihr Dach über dem Kopf. Verletzt wurde aber niemand.

Akkuteile flogen meterweit

Laut der Kölner Feuerwehr soll der Brand während des Aufladens eines Hoverboards entstanden sein. „Die Akkus sind bei der Ladung oder durch das Feuer quasi explodiert und haben zu einer Brandausbreitung geführt. Heiße Teile des Akkus sind im Radius mehrere Meter durch das Zimmer geflogen“, zitiert der Express die Feuerwehr. Ob das Laden des Hoverboard aber tatsächlich den Brand ursächlich ausgelöst hat oder dessen Akkus nur nachträglich zu Brandbeschleunigern geworden sind, wird derzeit untersucht. Die Polizei stellte die Reste des Hoverboards sicher.

Hoverboards nie unbeaufsichtigt laden

Der dringende Rat der Feuerwehr: Hoverboards und ähnliche Geräte mit leistungsstarken Akkus sollten nie unbeaufsichtigt und nicht in Wohnungen und schon gar nicht in Kinderzimmern aufgeladen werden. Sondern besser in der Garage oder im Freien.

In den USA gibt es schon länger Probleme

Explodierende Hoverboards halten die US-Amerikaner schon länger in Atem. Seit Anfang Dezember 2015 häuften sich jenseits des Atlantiks die Meldungen über explodierende Hoverboards und dadurch verursachte Folgeschäden wie komplett ausgebrannte Wohnungen. Amazon entschloss sich deshalb den Verkauf dieser brandgefährlichen Fortbewegungsmittel über seine Online-Plattform einzustellen. Kunden, die bereits über Amazon ein Hoverboard gekauft hatten, entschädigte Amazon.

Den ungewollt komischen Gipfel erreichte die Hoverboard-Panik in einer Sicherheitsempfehlung der für die Sicherheit von Verbraucherprodukten zuständigen US-Behörde CPSC: Sie riet ziemlich spaßbefreit dazu, immer einen Feuerlöscher griffbereit zu haben, wenn man mit dem Hoverboard herumfährt. Und den Körper mit Helm und Protektoren zu schützen. Außerdem sollte man Hoverboards nur fernab von Straßen verwenden.

Frage an unsere Leser: Haben Sie schon mal einen Hoverboard-Fahrer mit einem Feuerlöscher unter dem Arm gesehen..?

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