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Koch Media steigt bei Jowood ein

Der ins Trudeln geratene Spiele-Hersteller Jowood hat einen strategischen Investor gefunden: Koch Media.

Der börsenotierte österreichische Computerspiele-Hersteller Jowood hat einen strategischen Investor gefunden: Die Tiroler Software- und DVD-Gruppe Koch Media AG soll sich im Zug einer "finanzwirtschaftlichen Restrukturierung" als Aktionär und strategischer Partner an der angeschlagenen Gesellschaft beteiligen, teilte Jowood am Donnerstagabend per Pflichtveröffentlichung mit.

Koch Media habe sich bereit erklärt, im Rahmen einer Entschuldung Forderungen gegenüber Jowood abzukaufen beziehungsweise einzulösen und diese nach einer durchzuführenden Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 4:1 im Zuge einer Sachkapitalerhöhung in das Unternehmen einzubringen.

Bei einer geplanten Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital soll es zu einer Entschuldung im Ausmaß von rund 10,5 Millionen Euro bei gleichzeitiger Stärkung der Eigenkapitalbasis kommen. Zusätzlich sollen Forderungen einzelner Gläubiger nachrangig gestellt werden, heißt es.

Der Einstieg von Koch solle in einer bevorstehenden außerordentlichen Hauptversammlung abgesegnet werden, deren Einberufung an diesem Freitag im Amtsblatt der Wiener Zeitung erfolgen werde. Der Sachverhalt sei der Übernahmekommission angezeigt worden. Diese habe auf Basis des angezeigten Sachverhalts von der Anordnung eines Pflichtangebots abgesehen.

Nach Durchführung dieser finanzwirtschaftlichen Restrukturierung plane Jowood, unter der Prämisse positiver kapitalmarktseitiger Voraussetzungen, im Jahre 2006 eine Barkapitalerhöhung unter Wahrung der Bezugsrechte durchzuführen, heißt es in der von Vorstand Albert Seidl unterzeichneten Mitteilung.

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