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Knöpft sich Linux-Kläger SCO jetzt Google vor?

27.11.2003 | 12:07 Uhr |

Insider-Informationen zufolge will der Linux-Kläger SCO sich demnächst Google vorknöpfen und zu Lizenzzahlungen zwingen.

Insider-Informationen zufolge will der Linux-Kläger SCO sich demnächst Google vorknöpfen und zu Lizenzzahlungen zwingen. Das berichtet zumindest Maureen O'Gara von unserer Schwesterpublikation Linuxworld unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Ihrem Bericht zufolge hat SCO letzte Woche damit gedroht, ein Exempel zu statuieren und ein Unternehmen, das Linux in großem Umfang nutzt, vor den Kadi zu zerren. Dies sollte innerhalb von 90 Tagen geschehen.

Welches Unternehmen konkret ins Fadenkreuz genommen werden solle, gab SCO letzte Woche nicht an. SCO-Chef Darl McBride erklärte lediglich, dass SCO und die Anwälte an einer "sehr kurzen Liste? von gerade mal "sieben oder acht" Namen säßen. Eine "gut unterrichtete Quelle", behauptet, dass Google auf der Liste steht.

Der Suchmaschinenbetreiber verfügt Angaben von Linuxworld zufolge über eine riesige Linux-Serverfarm - von rund 10.000 Servern ist die Rede - und käme dem oben genannten Profil eines Unternehmens, das Linux in großem Umfang nutzt, also sehr nahe. Und die finanzielle Seite - also die Höhe eventueller Lizenzzahlungen - wäre für SCO auch nicht uninteressant: Sieben Millionen US-Dollar könnten einer Rechnung unserer Kollegin zufolge für SCO "drin" sein.

Todesdrohungen: Linux-Kläger SCO schützt sich durch Bodyguards (PC-WELT Online, 21.11.2003)

SCO: GPL ist eine Bedrohung für den Software-Markt (PC-WELT Online, 19.11.2003)

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