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Schnelle Migration auf IPv6 gefordert

17.09.2008 | 12:33 Uhr |

Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft bekräftigt seine Forderung, nach der Internet Service Provider möglichst bald auf die Internet Protocol Version 6 (IPv6) migrieren sollen. Hintergrund der Forderung ist die Tatsache, dass die aktuell noch genutzten IPv4-Adressen zur Neige gehen.

"Es steht zu befürchten, dass IP4-Adressen aufgrund des Mangels demnächst versteigert werden. Das ist gleichbedeutend mit der Umstellung auf ein Eigentumsmodell", meint eco -Geschäftsführer Harald A. Summa. "Für Provider könnte das zwar eine engere Kundenbindung bedeuten. Dabei wird aber übersehen, dass Adressen eine globale Ressource sind und Kunden, die netztechnisch unabhängig bleiben wollen, bei unveränderter Lage auf amerikanische oder asiatische Provider ausweichen werden." IPv6-Adressen werden dagegen wie bisher noch gewohnt frei und je nach Bedarf verteilt.

Hauptvorteil von IPv6 gegenüber dem herkömmlichen Modell ist die Unendlichkeit des Adressraums. Über das neue Protokoll können 340 Sextillionen an Adressen bereitgestellt werden. Dagegen stößt IPv4 mit seinen 4,3 Milliarden Adressen bald an seine Grenzen. Die Vergabestelle IANA prognostiziert, dass spätestens 2011 die letzten Adressen an die Regional Internet Registries verteilt werden können.

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