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Klickbetrug: Google richtet spezielle Website ein

20.08.2007 | 17:03 Uhr |

Google lebt in der Hauptsache von Online-Werbung. Eine Form dieser Werbeart sind Pay-per-Click-Anzeigen, bei dem jeder Klick - beispielsweise auf ein Banner - bezahlt werden muss. Betrüger nutzen diese Werbeform unter anderem aus, indem sie durch massive Klicks auf Anzeigen der Konkurrenz deren Werbekosten in die Höhe treiben. Google will nun über Klickbetrug aufklären und hat eine spezielle Website online gestellt.

Google will in Sachen Klickbetrug aktiv werden. Den Anfang markiert eine spezielle Website, auf der Anzeigenkunden über diese Betrügereien aufgeklärt werden sollen, das Ad Traffic Quality Resource Center . Diese Website soll Google-Kunden in erster Linie eine Anlaufstelle bieten, auf der sie alle Informationen zu Klickbetrug gebündelt vorfinden, so das Unternehmen.

Diese Betrugsform ist eine ernst zu nehmende Bedrohung für Googles Geschäftsmodell. Experten schätzen, dass über 30 Prozent der Klicks auf Anzeigen nicht legitim sind und somit auch zu Unrecht berechnet werden . Google hat daraufhin eigene Daten bereitgestellt, nach denen weniger als 10 Prozent aller Klicks fragwürdig seien. Und nur 0,02 Prozent aller Klicks seien demnach als "ungültig" erklärt worden - allerdings erst, nachdem sich die Anzeigenkunden beschwert hätten, so der IDG News Service. Mittlerweile ist zwischen Google und diversen Organisationen, die höhere Werte ermittelt haben wollen, ein Grundsatz-Streit entbrannt. Google stellt dabei unter anderem die Methodik und Validität der Daten dieser Firmen in Frage.

Bereits seit einiger Zeit im Einsatz ist die "IP-Filter"-Technik, die es Googles Anzeigenkunden erlaubt, bestimmte IP-Bereiche für ihre Werbung zu sperren. Klicks aus diesen IP-Bereichen werden dann nicht berechnet. Gründe für eine Sperre könnten etwa der Verdacht auf Klickbetrug sein, oder aber, dass Klicks aus bestimmten IP-Bereichen nie zu erfolgreichen Geschäftsabschlüssen geführt haben.

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