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Klick@music

05.10.2006 | 15:00 Uhr |

Größeres Musikangebot, zum Teil attraktive Preise und einfache Handhabung – Musikportale haben dazugelernt und boomen. Digital.World informiert über Stärken und Schwächen der Anbieter.

Auf der Heimfahrt aus dem Büro hören Sie einen Song im Radio, der Ihnen ausgesprochen gut gefällt. Eine halbe Stunde später schallt der Ohrwurm bereits aus der der Stereoanlage im Wohnzimmer. Und zwar legal.

Wunschdenken der Phono- Industrie? Nein – das ist jetzt schon Realität in Deutschland. Rund 21 Millionen Songs kauften Musikfans hierzulande laut Digital Music Report 2006 bei Musikportalen ein; im Jahr zuvor waren es lediglich sieben Millionen. Nur in den USA und in Großbritannien ist die Lust auf Wunschmusik per Mausklick größer.

Der wachsenden Popularität zum Trotz haftet Musikportalen der Ruf der Unfertigkeit an. Musikliebhaber bemängeln das stark auf aktuelle Mainstream- oder Chartmusik ausgerichtete Angebot und die eingeschränkte Klangqualität. Kaufwillige, die Firefox oder Opera als Browser verwenden, kämpfen mit technischen Einschränkungen, denn bei einigen Shops ist das Herunterladen nur mit dem Internet Explorer möglich.

Ein weiterer Kritikpunkt sind unterschiedliche Methoden beim digitalen Rechtemanagement (DRM), eine elektronische Codierung, die jedem Song anhaftet. Sie regelt, wie der Käufer mit der Datei weiter verfahren kann. Oft merkt der Nutzer erst nach dem Laden, dass er die bezahlten Titel gar nicht auf seinem MP3- Player anhören kann.

Digital.World hat zwölf deutschsprachige Musikportale unter die Lupe genommen und zeigt, wo sich der Einkauf wirklich lohnt. Um Angebotsfülle und Preisunterschiede zu ermitteln, kauften wir in jedem Shop die deutschen Top-5-Singles und -Alben der Kalenderwoche 25/2006 ein.

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