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Kleinster Film der Welt wurde von IBM gedreht

03.05.2013 | 14:14 Uhr |

"A Boy And His Atom" heißt der IBM-Kurzfilm und der Name ist Programm: Der Film wurde mit Atomen in Stop Motion gedreht.

Im Zuge seiner Forschungen an künftigen Speichersystemen, welche auf atomkleine Teilchen setzen, hat IBM einen Stop-Motion-Film mit Atomen gedreht. Der Film wurde von Guiness World Records als der weltkleinste seiner Art bestätigt. Damit der Zuschauer etwas erkennen kann, hat IBM die Atome Hunderte von Millionen Mal vergrößert. Der Film heißt "A Boy And His Atom" und besteht aus insgesamt rund 250 Einzelbildern. Der Film hat eine Länge von knapp einer Minute, wenn man den Vorspann wegrechnet und ist schwarz-weiß - genau wie die Bilder eines Elektronenmikroskops. Er wurde im Stop-Motion-Verfahren gedreht - besteht also aus aneinandergereihten Einzelaufnahmen.

Gedreht wurde auf dem Mikroskop, das es Forschern erstmals erlaubt hat bis auf die Atom-Ebene zu vergrößern. Das Gerät wiegt zwei Tonnen und arbeitet bei -268 Grad Celsius. Mit einer ferngesteuerten extrem scharfen Nadel schieben die Forscher Atome auf einer Kupfer-Oberfläche umher. Dabei erzeugt das bewegte Atom sogar einen Ton, welcher den Wissenschaftlern Feedback bei ihrer Arbeit gibt.

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Von ihren Forschungen mit Atomen erhoffen sich die IBM-Forscher dank winziger Bits deutlich mehr Speicherplatz auf der Größe heutiger Speicher-Träger. Aus nur zwölf Atomen haben sie ein angeblich verlässliches Bit zum Speichern von Informationen erstellt. Üblich seien heutzutage noch rund eine Million Atome pro Bit. Würde man aus den 12-Atome-Bits einen Speicherträger in der Größe eines Fingernagels bauen, könnte man - so die Forscher - alle jemals gedrehten Filme darauf abspeichern.

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