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Neue Sicherheitsfunktionen bei Facebook

16.09.2008 | 16:31 Uhr |

Das soziale Netzwerk Facebook warnt seine Nutzer neuerdings vor dem Aufruf externer Websites, die im Verdacht stehen Spam oder Malware zu verbreiten. Von Nutzern erstellte Facebook-Anwendungen können ein Vertrauenssiegel erhalten.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace oder StudiVZ sind inzwischen beliebte Tummelplätze für Spammer und Phisher geworden. Facebook ist mit seiner weit gehenden Öffnung der Programmierschnittstellen (API) für die Nutzer besonders attraktiv für kriminelle Elemente. Die Betreiber von Facebook haben neue Sicherheitsfunktionen eingebaut, die zumindest in die richtige Richtung weisen.

Wenn ein Facebook-Nutzer einen externen Link öffnet, erscheint bei verdächtigen oder potenziell gefährlichen Web-Adressen eine Warnmeldung. Sie weist den Nutzer darauf hin, dass er nie sein Passwort eingeben soll, wenn er nicht auf der echten Facebook-Website ist. Der Hinweis bietet zwar keine echten Schutz vor Phishing-Seiten, gibt dem Nutzer jedoch immerhin einen Moment zum Überlegen, ob er dem Link wirklich folgen will. Eine echte Bewertung der Web-Adresse nach Art von SiteAdvisor und anderen Web-Filtern findet jedoch nicht statt.

Wer Facebook-Anwendungen programmiert, kann diese zukünftig einer freiwilligem Prüfung unterziehen lassen. Er erhält dann im Rahmen des "Facebook Verification Program" eine Art Vertrauenssiegel, das der Anwendung einen verantwortungsvollen und den Facebook-Richtlinien entsprechenden Umgang mit Nutzerdaten bescheinigt. Facebook verlangt, dass die Datenschutzrichtlinien einer Anwendung mindestens so streng sind wie die von Facebook selbst.

Generell alle neuen Anwendungen zu prüfen ist hingegen kaum machbar, da täglich mehrere hundert Anwendungen hinzu kommen. Das freiwillige Vertrauenssiegel bietet potenziellen Nutzern einer Anwendung immerhin einen Anhaltspunkt, dass deren Programmierer wohl keine unlauteren Absichten verfolgt. Das "Facebook Verification Program" soll in den nächsten Wochen eingeführt werden.

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