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Klarstellung: Benq-Deutschland ist nicht Benq-Mobile

29.09.2006 | 11:05 Uhr |

Benq-Mobile ist nicht identisch mit Benq-Deutschland. Dieser Unterschied hat bisher kaum jemanden in Deutschland interessiert. Doch jetzt ist er wichtig.

Zum taiwanischen Hightech-Konzern Benq (der aus dem PC- und Notebook-Hersteller Acer hervorgegangen ist, mit Acer heute aber nichts mehr zu tun hat) gehören weltweit verschiedene Tochterfirmen. In Deutschland besitzt Benq zwei Tochter-Gesellschaften: Die vor dem Untergang stehende "Benq Mobile GmbH & Co. OHG" und die von dem drohenden Insolvenzverfahren nicht betroffene "Benq Deutschland GmbH".

Die Benq Mobile GmbH & Co. OHG (Website: benq-mobile.de ) hat ihren Sitz in München. Sie nahm offiziell am 1. Oktober 2005 ihre Arbeit auf und umfasst den bisherigen Handybereich von Benq sowie die hinzu gekaufte Handy-Sparte von Siemens. Deshalb tritt dieser Zweig von Benq mitunter auch unter der Bezeichnung Benq-Siemens auf. Das Unternehmen, das sich selbst als einer der "weltgrößten Anbieter für Mobilfunkgeräte mit einem hohen Anspruch im Lifestyle-Segment" sieht, beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 8000 Mitarbeiter an Standorten in China, Taiwan, Deutschland, Polen und Brasilien. In Deutschland sind insgesamt rund 3000 Mitarbeiter in Kamp-Lintfort (1600) und München (1400) beschäftigt.

Diese "Benq Mobile GmbH & Co. OHG" ist von dem mittlerweile beantragten Insolvenzverfahren bedroht. Auf dieses Unternehmen beziehen sich unsere Meldungen:

Benq Mobile hat Insolvenzantrag gestellt

Wut im Benq-Werk Kamp-Lintfort: "Wir sehen uns beim Arbeitsamt"

BenQ-Mitarbeiter unter Schock - 'Siemens in der Verantwortung'

Stellungnahme von Benq-Mobile zum Insolvenzantrag

Deutsches BenQ-Handygeschäft am Ende - 3000 Mitarbeiter betroffen

Benq-Mobile: Kein Verkauf der Handy-Sparte, aber...

Gerücht: BenQ plant Verkauf seiner Handyproduktion

Benq und Benq Mobile sagen CeBIT 2007 ab

Bericht: Benq verschärft den Sparkurs und kürzt Gehälter

Benq-Siemens-Logo schmückt Trikots von Real Madrid

Benq Mobile schrumpft Standort in München

Benq Mobile feuert aus allen Rohren - Mitarbeiter

Geradezu grotesk erscheint angesichts der jüngsten Vorgänge die Tatsache, dass Benq-Mobile Hauptsponsor von Real Madrid ist . Die PC-WELT hat bei Benq-Mobile nachgefragt, ob das Unternehmen, das so große Verluste schreibt, dass es Insolvenz beantragen muss, Sponsor des spanischen Edelclubs bleiben wird.

Stefan Müller von der Presseabteilung von Benq-Mobile antwortete der PC-WELT gegenüber hierzu folgendes: "Auch das Sponsoring bei Real Madrid muss geprüft werden. Durch die überraschende Entscheidung bestehen tausende Fragen, die wir priorisieren müssen und nach und nach erst beantworten können. Das wichtigste jetzt ist, das Geschäft soweit wie möglich aufrecht zu erhalten, um Cash zu generieren. Auch und vor allem im Interesse der Mitarbeiter".

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