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Kommt die Stummelantenne zurück?

Der Antennenstummel bei Handys ist vom Aussterben bedroht, doch ihm könnte ein Comeback gelingen. Das spanische Unternehmen Fractus S.A., ein Pionier in der Entwicklung interner Antennen für Mobiltelefone, hat in den USA zehn Mobiltelefon-Hersteller verklagt. Darunter sind große Namen wie Samsung, LG, RIM und Palm. Die Hersteller sollen gegen neun Patente von Fractus verstoßen.

Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung fraktaler Antennen für Mobiltelefone, Headsets und andere Elektronik spezialisiert. Durch eine spezielle Verschachtelung der Antenne ermöglichen sie guten Empfang auf kleinstem Raum.

So können die Handyhersteller ihre Mobiltelefone immer kleiner bauen, ohne dass die Verbindungsqualität leidet. Außerdem lassen sich Antennen für mehrere Frequenzbänder und Funktechniken ineinander bauen, ohne dass sie sich gegenseitig stören. Fractus wurde 1999 gegründet. Das Unternehmen besitzt weltweit über 80 Patente, darunter mehr als 30 in den USA. Neun davon sollen die Handyhersteller unrechtmäßig nutzen.

Den Unternehmen Samsung, LG, Kyocera und Pantech werfen die Anwälte von Fractus vor, die Patente vorsätzlich verletzt zu haben. Sie machen deshalb erhöhte Schadenersatzforderungen geltend. Der Fall wurde beim Eastern District of Texas eingereicht. Sollte das Gericht die Ansprüche von Fractus bestätigen, könnte die Stummelantenne bei Handys wieder modern werden, falls die verklagten Firmen nicht dauerhaft die Patentgebühren zahlen wollen.

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