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Google droht Schadensersatzzahlung wegen automatischer Suchvorschläge

03.11.2012 | 05:44 Uhr |

In Australien ist es erstmals gelungen, Google erfolgreich wegen seiner automatischen Suchvorschläge anzuklagen.

Auch hierzulande werden die automatischen Suchvorschläge von Google immer wieder kritisiert, zuletzt im Fall von Bettina Wulf . Gerichtliche Schritte gegen die vom Suchmaschinenriesen vorgeschlagenen Begriffe waren bislang jedoch nahezu aussichtslos. Nun ist es dem Australier Milorad Trkulja gelungen, Google für seine Suchvorschläge erfolgreich zu verklagen. Wer seinen Namen bei Google suchte, kam schnell zu der Schlussfolgerung, dass der Mann mit der Unterwelt von Melbourne in Verbindung stehen würde.

Der Supreme Court des australischen Bundesstaats Victoria sieht darin eine Form der Verleumdung, denn eigentlich handelt es sich bei Trkulja lediglich um einen ehemaligen Musikpromoter, der im Jahre 2004 in einem Restaurant angeschossen wurde. Aus diesem Grund bringt ihn Google immer wieder mit der australischen Kriminalität in Verbindung.

Mann verliert Job durch Googles Auto-Vervollständigung

Die erste Anfrage nach einer Überarbeitung der Suchergebnisse reichte Trkulja bereits 2009 ein. Nach deren Ablehnung brachte er sein Anliegen dem Gericht vor. Die Richter erkannten zwar an, dass die Ergebnisse in der Google-Suche automatisch erstellt würden, die Beschwerde des Nutzers hätte jedoch berücksichtigt werden müssen. Sollte Google nicht in Berufung gehen, könnte eine Schadensersatzzahlung drohen.

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