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3D-Trend treibt Ticketpreise an

09.05.2010 | 14:11 Uhr |

In den USA müssen sich Kinoliebhaber derzeit warm anziehen. Wie das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der National Association of Theatre Owners (NATO) berichtet, sind die Ticketpreise im ersten Quartal 2010 im Vergleich zu den letzten Monaten des Vorjahres so stark nach oben geklettert, wie noch niemals zuvor.

Ein Ticket in einem US-Kino kostete in diesem Zeitraum demnach im Durchschnitt um sechs Prozent mehr als im letzten Quartal 2009. Als Preistreiber erweist sich vor allem der zunehmende 3D-Trend. "3D-Veröffentlichungen haben einen deutlichen Effekt auf die durchschnittlichen Ticketpreise", stellt NATO-Sprecher Patrick Corcoran fest. Dieser Effekt habe sich im ersten Quartal 2010 besonders klar gezeigt. Der rekordverdächtige Anstieg hindere das Kinopublikum aber dennoch keineswegs daran, sich den neuesten Lieblingsfilm auf der großen Leinwand anzusehen. "Die Kinobesucher haben bewiesen, dass sie bereit sind, für ein Premium-Filmerlebnis etwas tiefer in die Tasche zu greifen", betont Corcoran.

Letztere Einschätzung wird auch von den heimischen Kinobetreibern geteilt. "Ein 3D-Film kostet natürlich mehr als ein normaler Film. Der durchschnittliche Aufpreis auf eine normale Kinokarte beträgt 2,50 Euro", stellt Carina Resch, Marketingleiterin der Constantin Film Unternehmensgruppe , dem Betreiber der Cineplexx-Kinos in Österreich, gegenüber pressetext klar. Der Kinobesucher sei gern bereit, mehr zu zahlen. "3D-Kino ist ein unvergleichliches, vollkommen neues Kinoerlebnis. Man hat das Gefühl mitten im Film zu sein und völlig in die Handlung einzutauchen", meint Resch.

Dass das Thema 3D mittlerweile der große Trend im Kinobereich ist, stehe außer Frage. "Als Kinobetreiber kommt man heute an diesem Trend nicht mehr vorbei. Die Cineplexx-Kinogruppe hat daher auch alle Kinos auf digitale Technik umgerüstet. Von insgesamt 193 Sälen werden aktuell 54 in 3D bespielt", schildert die Constantin-Marketingleiterin.

Ein deutliches Indiz für den derzeitigen 3D-Boom im Kino ist auch das rasch anwachsende Angebot an entsprechenden Filmproduktionen. "Alle großen Hollywood-Regisseure setzen inzwischen auf 3D. War das entsprechende Filmangebot noch vor zwei Jahren eher beschränkt, hat Hollywood hier seit 2009 stark nachgezogen und bringt beinahe alle großen Blockbuster auch in dreidimensionaler Form", so Resch.

Nach Film-Highlights aus 2009 wie "Avatar" und "Ice Age 3" erwartet Kinofans auch in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe neuer 3D-Produktionen. Beispiele hierfür sind unter anderem "Shrek 4", "Toy Sory 3", der mittlerweile siebente Teil der "Harry Potter"-Reihe oder der neueste Ableger der Videospielverfilmung "Resident Evil".

(pte)

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