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Kinofilme via Satellit

21.11.2000 | 11:17 Uhr |

Zelluloid und Filmrolle scheinen endgültig ausgedient zu haben. Der am Wochenende in den US-Kinos angelaufene Miramax-Streifen "Bounce" ist als erster Film digital via Satellit übertragen worden.

Zelluloid und Filmrolle scheinen endgültig ausgedient zu haben. Der am Wochenende in den US-Kinos angelaufene Miramax-Streifen "Bounce" ist als erster Film digital via Satellit übertragen worden.

Der mit Militärtechnologie verschlüsselte Digitalfilm war über einen Satelliten des amerikanischen Flugzeugbauers Boeing übermittelt worden. Die Übertragung der Romanze mit Ben Affleck und Gwyneth Paltrow in ein New Yorker Kino hatte dabei acht Stunden gedauert. Zur Sicherheit war der Streifen allerdings auch via Glasfaserkabel an das Lichtspielhaus übermittelt worden.

Schon seit einigen Jahren experimentiert Hollywood mit digitalen Filmen. Eine Handvoll Produktionen, darunter etwa der Warner-Brothers-Streifen "Der Sturm" oder Disneys "Tarzan", waren zu Testzwecken bereits auch als digitale Versionen in den Kinos gelaufen. Diesen Sommer hatte Twentieth Century Fox mit einer Kopie der Produktion "Titan AE" erstmals auch digitale Filmübertragung über Glasfaserkabel getestet.

Der digitalen Vertriebsform von Kinofilmen gehört mit Sicherheit die Zukunft. "Nullen und Einsen können nun mal einfach nicht zerkratzt werden", erklärte Phil Barlow, Vizepräsident der Miramax-Muttergesellschaft Disney Motion Picture Group, gegenüber der Associated Press. (PC-WELT, 21.11.2000, jas)

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