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Kino.to-Schließung wirkt sich nicht auf Piraterie aus

18.05.2015 | 18:06 Uhr |

Nach der Aktion gegen Kino.to sind schnell alternative Angebote entstanden, die die Überwachung erschweren.

Im Jahr 2011 gingen Behörden in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden gegen den illegalen Streaming-Anbieter Kino.to vor. Der vermeintlich große Schlag gegen die Filmpiraten hat möglicherweise geringere Auswirkungen als erhofft.

In einem Report des Joint Research Centre wird davon ausgegangen, dass die positiven Effekte im Kampf gegen Piraterie nur kurzfristig und klein gewesen seien. Zudem wären schnell ähnliche Angebote aus dem Boden geschossen, die die Lücke, die durch die Kino.to-Schließung entstanden war, schließen wollten.

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In dem auf die Polizeiaktion folgenden Monat sei die Piraterie von Filmen zwar um 30 Prozent gesunken, die ehemaligen Nutzer der Plattform seien aber keineswegs auf legale Angebote umgestiegen. Mit 22 alternativen Streaming-Seiten hatten diese Nutzer sogar eine noch größere Auswahl. Der dadurch zusätzlich fragmentierte Markt mache die Überwachung durch Rechteinhaber letztlich sogar schwerer.

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