11.04.2012, 20:51

Michael Söldner

Kino.to

Hacker greifen Internetseiten der Justiz an

Hacker haben mit einer Attacke auf die Internetseite des Bundesjustizministeriums auf die heutige Verurteilung des kino.to Programmierers Bastian P. reagiert.
Der Chefprogrammierer des illegalen Filmportals kino.to, Bastian P., wurde heute vom Leipziger Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Anonyme Hacker haben mit einem Angriff auf die Webseiten der Justiz auf die Entscheidung der Rechtsprechung reagiert.

Am heutigen Nachmittag konnte das Internet-Angebot des Bundesjustizministeriums sowie die Website der sächsischen Zweigstelle nicht aufgerufen werden. Die Hacktivisten-Gruppe Anonymous Austria hat sich per Twitter zu dem nur eine Stunde nach dem Urteil erfolgten Angriff mit der Losung des Kollektivs „We are Legion. Expect us.“ bekannt.
Die Hacker nutzten für ihre Attacke offenbar auf einen Distributed Denial of Service Angriff. Dabei werden die Server gezielt mit einer Vielzahl an Anfragen überlastet und so nach kurzer Zeit abgeschaltet. Die Pressestelle des Bundesjustizministeriums reagierte ebenfalls per Twittermeldung und bezeichnete das Urteil als Teil der unabhängigen Justiz. Die Website des Bundes www.bmj.de ist mittlerweile wieder online. Das Internetangebot der sächsischen Justiz unter justiz.sachsen.de ist hingegen noch immer nicht erreichbar.
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