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04.04.2012, 19:01

Denise Bergert

Kindle Fire

Amazon plant angeblich In-App-Käufe für seinen App-Store

©Amazon

Aktuellen Gerüchten zufolge will Amazon seinen App-Store um so genannte In-App-Käufe erweitern. Entwickler müssen dabei voraussichtlich 30 Prozent ihrer Gewinne an den Online-Händler abführen.
Online-Versandriese Amazon will seinen App-Store voraussichtlich noch in diesem Jahr um In-App-Käufe erweitern. Das will die Nachrichten-Agentur Bloomberg von App-Entwickler Skimble erfahren haben. Bislang hatte Amazon komplette Apps gegen Gebühr oder als Gratis-Anwendung angeboten. Mit dem neuen Modell wären außerdem Abonnements und der Kauf von virtuellen Gütern und Zusatz-Diensten in den Apps möglich.

Laut Maria Ly, Mitbegründer von Skimbler, seien bereits mehrere Entwickler zu einem entsprechenden Pilot-Programm bei Amazon eingeladen worden. Apple und Google sind mit ihren Download-Plattformen für Software bereits einen ähnlichen Weg gegangen. Für Amazon wäre die Erweiterung um In-App-Käufe eine neue Geldquelle für sein Kindle-Fire-Tablet. Laut dem Marktforschungsunternehmen IHS konnten In-App-Käufe im vergangenen Jahr plattformübergreifende Umsätze in Höhe von 970 Millionen US-Dollar generieren. Im Jahr 2015 könnten es bereits 5,6 Milliarden US-Dollar sein. Amazon hat sich also – sofern die Gerüchte stimmen – für eine zukunftsträchtige Einnahmequelle entschieden.
Den Angaben zufolge, plant Amazon im Rahmen des neuen Modells Abgaben in Höhe von 30 Prozent für App-Entwickler ein. In-App-Käufe machen bei den Konkurrenten Google und Apple bereits Schule. Auf diese Weise können sich Nutzer eine App kostenlos auf ihre mobilen Endgeräte laden und nach einer eingehenden Prüfung entscheiden, ob sie Geld für Zusatz-Features ausgeben wollen.
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