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Kinderpornos führen Netz-Kriminalität an

16.02.2000 | 09:44 Uhr |

Die deutsche Polizei hat im vergangenen Jahr 2.795 Fälle von Internet-Kriminalität entdeckt. Der Schwerpunkt der Delikte lag eindeutig im Bereich der Kinderpornografie mit 2.245 Fällen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Die Ermittler zählten außerdem 120 Betrugsdelikte, 57 Verstöße gegen Staatsschutzbestimmungen und 37 Verletzungen des Urheberrechts.

Die deutsche Polizei hat im vergangenen Jahr 2.795 Fälle von Internet-Kriminalität entdeckt. Der Schwerpunkt der Delikte lag eindeutig im Bereich der Kinderpornografie mit 2.245 Fällen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Die Ermittler zählten außerdem 120 Betrugsdelikte, 57 Verstöße gegen Staatsschutzbestimmungen und 37 Verletzungen des Urheberrechts.

In den nächsten Jahren sei mit dem anwachsenden elektronischen Handel auch mit einer Zunahme der Betrügereien im Internet zu rechnen, meinte ein Sprecher. Anlagebetrüger könnten das Netz als neue Kommunikationsform für ihre Zwecke nutzen.

Der Anteil der relativ leicht aufzudeckenden Kinderpornografie könne daher prozentual zurückgehen, nicht aber in absoluten Zahlen. Auch gewöhnliche Verbrecher wie etwa Drogenhändler nutzten zunehmend das Internet als Kommunikationsmittel, um Straftaten vorzubereiten. Diese Ermittlungsvorgänge seien aber deutlich komplizierter.

Das BKA selbst hat im vergangenen Jahr mit einer eigens eingerichteten Sonderstelle 1.126 Internet-Straftaten entdeckt, davon 1.023 im Zusammenhang mit Kinderpornografie. Gut 80 Prozent der Fälle hatten dabei einen Bezug ins Ausland, gut die Hälfte in die USA. (PC-WELT, 16.02.2000, dpa/ he)

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