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Kinderporno-Anbieter festgenommen

02.02.2001 | 16:14 Uhr |

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage haben Internet-Fahnder des Bundeskriminalamtes einen Kinderporno-Anbieter im Ausland entdeckt. Nach einem Hinweis des BKA an Interpol London habe die dortige Polizei einen Verdächtigen in seiner Wohnung festgenommen.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage haben Internet-Fahnder des Bundeskriminalamtes einen Kinderporno-Anbieter im Ausland entdeckt. Nach einem Hinweis des BKA an Interpol London habe die dortige Polizei einen Verdächtigen auf frischer Tat in seiner Wohnung beim Herunterladen eines Porno-Videos erwischt und festgenommen, teilte das BKA mit.

Im Computer des Mannes seien 19.000 Porno-Dateien gefunden worden. Da der Mann vermutlich mit anderen Kinderporno-Nutzern über das Internet weltweit getauscht hat, sei mit einer großen Anzahl von weiteren Ermittlungsverfahren zu rechnen, so das BKA.

Bei der Wiesbadener Polizeibehörde und einer Außenstelle in Meckenheim bei Bonn fahnden seit Ende 1998 rund 20 Beamte im weltweiten Datennetz nach Gewalt- und Pornografie-Darstellungen. Allein im ersten Quartal 2000 seien dabei rund 1000 Verdachtsfälle entdeckt und an die zuständigen Behörden gemeldet worden, so ein BKA-Sprecher. Rund 880 dieser Fälle hätten Pornografie betroffen.

Am 10. Januar hatte das BKA mit seinen "Internet-Streifen" den ersten internationalen Fahndungserfolg erzielt. Vom BKA entdeckte Kinderpornodateien ließen sich nach Japan zurückverfolgen. Die japanische Polizei konnte nach Hinweisen aus Wiesbaden einen 34-Jährigen in seiner Wohnung festnehmen, der die Tat gestand. Der Mann wanderte hinter Gitter. In seiner Wohnung fand die Polizei 750 kinderpornografische Dateien. (PC-WELT, 02.02.2001, dpa/ mp)

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