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Kinderarbeiter stirbt in angeblicher Asus-Fabrik

03.06.2013 | 14:46 Uhr |

Nach einer 12-Stunden-Schicht sei er an Erschöpfung gestorben, sagen die Ex-Kollegen des 14jährigen. Asus habe bereits jemanden zur Untersuchung nach China geschickt.

Wie unsere Kollegen von PC World berichten , wurde ein 14jähriger Arbeiter tot im Wohnheim einer chinesischen Fabrik aufgefunden, welche angeblich für Asus produziert. Der Junge sei am 21. Mai gestorben, als Angesteller der Fabrik in Dongguan. Als er von einem Kollegen gefunden wurde, sei der Leichnam schon kalt gewesen.

Die Fabrik des Zulieferers 3CEMS baut Produkte für Asus, sagt die Organistaion China Labor Watch, welche in New York sitzt und den Vorfall jetzt publik gemacht hat. Die Gesetze in China verbieten eigentlich die Beschäftigung von Arbeitern unter 16 Jahren. Angeblich sei der Junge aber über eine dritte Firma unter Vorlage der Identifikation eines älteren Arbeiters in die Fabrik gebracht worden. Diese dritte Firma haben die Behörden bislang noch nicht aufspüren können. Die Stadt habe die Fabrik aber bereits für die Einstellung eines Kindes bestraft, heißt es.

Eine Asus-Produktmanagerin hat PC World via E-Mail mitgeteilt, dass ihr Unternehmen höchste ethische Standards fordere und bereits Vertreter von Asus zur Untersuchung des Vorfalls geschickt habe. Sie hat aber weder bestätigt noch verneint, dass die Fabrik Produkte für Asus herstelle. 3CEMS stellt eigenen Aussagen nach auch Hardware für Samsung, HP, Dell, Sony und Sharp her. China Labor Watch will die Tatsache, dass es sich bei der besagten Fabrik um eine Asus-Fabrik handele, aus Gesprächen mit den dortigen Arbeitern erfahren haben. IDG News Service hat die Fabrik mehrmals angerufen, aber die Personen am anderen Ende der Leitung hätten jegliche Antworten verweigert.

Wie China Labor Watch berichtet, soll die Fabrik in Dongguan seinen Arbeitern jeden Tag 12-Stunden-Schichten abverlangen. Ehemalige Kollegen des Jungen sehen Überanstrengung als seine Todesursache. Kinderarbeit ist ein ernstes Problem bei chinesischen Zulieferern der Branche, mit dem sich auch Apple befassen muss.

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