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Kim Dotcom will helfen, das Internet zu verschlüsseln

30.01.2013 | 05:56 Uhr |

In einem aktuellen Interview klagt der Megaupload-Gründer Kim „Dotcom“ Schmitz über die Überwachung des Internets durch die US-Behörden. Um diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten, will der Geschäftsmann das Internet verschlüsseln.

Nachdem Megaupload, die File-Sharing-Plattform des deutschen Internet-Millionärs Kim „Dotcom“ Schmitz im Januar 2012 durch die US-Behörden geschlossen wurde, startete der pfundige Geschäftsmann in der vergangenen Woche mit seinem neuen Projekt Mega erneut durch. In einem Interview mit Russia Today spricht er über seine Ambitionen, das Internet in Zukunft sicherer machen zu wollen.

Schmitz klagt in dem Gespräch über die riesigen Datenzentren der USA. Ohne, dass ihnen etwas vorzuwerfen sei, überwache die US-Regierung die Kommunikation ihrer Bevölkerung. Mit der Zeit sei so laut Schmitz bei jedem Bürger etwas zu finden, was gegen ihn verwendet werden könne. Aus diesem Grund will Dotcom dabei helfen, große Teile des World Wide Web zu verschlüsseln.

Mit seiner neuen Mega-Plattform sei dies bereits für Dateien möglich. Nun wolle Dotcom ähnliche Dienste auch für E-Mails und VoIP-Kommunikation anbieten. Sein Ziel sei es, in den nächsten Jahren die Hälfte des Internets zu verschlüsseln, so Schmitz. Den aktuellen Zustand vergleicht der Deutsche mit George Orwells dystopischer Zukunftsvision in seinem Roman „1984“. Diesem Trend müsse man entgegenwirken.

Megaupload-Nachfolger "Mega" ausprobiert

Ob Dotcoms Mega-Konzept die richtige Technik für die Verschlüsselung des Internets ist, bleibt allerdings fraglich. Erst vor wenigen Tagen hatten Sicherheitsexperten einige Schwachstellen in der neuen File-Sharing-Plattform gefunden, die den Dienst nicht so zuverlässig aussehen lassen, wie von Dotcom prophezeit.

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