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Kim Dotcom kündigt Messenger- und Mail-Verschlüsselung an

15.07.2013 | 10:22 Uhr |

Der "Mega"-Gründer Kim Dotcom will in wenigen Wochen einen Messenger anbieten, der die Chat-Nachrichten End-to-End verschlüsselt und so NSA & Co. aussperren soll.

Schon in vier bis sechs Wochen will Kim "Dotcom" Schmitz einen Messenger veröffentlichen, welcher die Kommunikation verschlüsseln soll. Zunächst soll dieser Web-basiert sein, also im Browser laufen, verrät er der Webseite torrentfreak.com . Später sollen Apps und die Verschlüsselung von E-Mails folgen. Er geht davon aus, dass die Apps in rund zwei oder drei Monaten fertig seien. Der Mail-Client soll noch zwischen sechs und neun Monate Zeit brauchen. Dass man derzeit neue Tools entwickele, bestätigte auch der CEO von Mega, Vikram Kumar. Konkret, so sein Blog-Post , arbeite man ein Messenger-Tools für Mail und Chat mit der End-to-End-Verschlüsselung von Mega.

Die PRISM-Affäre schürt die Unsicherheit vieler Nutzer und lässt neue Verschlüsselungsprojekte aus dem Boden sprießen. So sammelte der Gründer von Pirate Bay kürzlich 100.000 US-Dollar für die Entwicklung einer verschlüsselten Messaging-App ein. Wer sich gegen die Überwachung durch PRISM zur Wehr setzen mag, muss aber nicht warten bis der Priate-Bay-Gründer oder Kim Schmitz ihre Tools fertig entwickelt haben. Schon jetzt gibt es kostenlose Programme, welche Sie schützen oder den Spionen zumindest das Leben schwer machen.

Kim Dotcoms neue Plattform "Mega" bietet 50 GB kostenlosen Online-Speicherplatz und verschlüsselt alle Daten automatisch. Die End-to-End-Verschlüsselung von Mega mache es selbst den Betreibern unmöglich, die Daten der Nutzer einzusehen, verspricht Kim Schmitz. Doch User-Profile und IP-Adressen werden nicht verschlüsselt.

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